07. Juli, 2026

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SMA Solar trotzt widrigem Marktumfeld mit starkem Großprojekt-Geschäft

SMA Solar trotzt widrigem Marktumfeld mit starkem Großprojekt-Geschäft

Der renommierte Wechselrichter-Hersteller SMA Solar konnte im ersten Halbjahr dank einer überdurchschnittlichen Performance im profitablen Großprojekt-Geschäft besser abschneiden als erwartet. SMA-Chef Jürgen Reinert betonte, dass das Segment eine außergewöhnlich gute operative Leistung zeige. Demgegenüber wird das Geschäft für private und gewerbliche Solaranlagen weiterhin durch hohe Lagerbestände, beispielsweise bei Installateuren, gebremst. In diesen Bereichen schrieb SMA im Tagesgeschäft rote Zahlen, was bei Anlegern für Enttäuschung sorgte.

Die Aktie des Unternehmens verlor zuletzt über sieben Prozent und fiel auf 22,62 Euro. Schon Mitte Juni war das Papier innerhalb eines einzigen Tages um mehr als 30 Prozent abgestürzt, als das Unternehmen seine Jahresziele nach unten korrigieren musste. Seitdem ist der Kurs kaum oberhalb von 30 Euro pro Anteilsschein geblieben und hat sich weiter verbilligt. Bereits Anfang Juni erfolgte der Abstieg in den Kleinwerteindex SDax.

Im ersten Halbjahr sank der Umsatz um 2,5 Prozent auf rund 759 Millionen Euro. Noch dramatischer fiel das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) aus, das um ein Drittel auf knapp 81 Millionen Euro einbrach. Die Marge verschlechterte sich von 16,1 auf 10,6 Prozent. SMA begründet diese Entwicklung mit dem reduzierten Umsatz, einem veränderten Produktmix und gestiegenen Kosten.

Der Nettogewinn sank sogar stärker auf etwa 44 Millionen Euro. Trotz dieser Rückgänge lagen die Resultate über den Erwartungen der Analysten. Finanzchefin Barbara Gregor verwies auf Sparmaßnahmen, um das Betriebskapital an das niedrigere Umsatzniveau anzupassen.

SMA-Chef Reinert erläuterte, dass sich der globale PV-Markt in diesem Jahr uneinheitlich entwickle. Neben hohen Lagerbeständen belasten auch gesunkene Strompreise die Endnachfrage und führen zu verschobenen Investitionen. Zudem seien Überkapazitäten chinesischer Wettbewerber ein Belastungsfaktor. Viele Kunden sähen weiteren Preisreduzierungen entgegen, obwohl die Preise für Solaranlagen bereits gefallen sind.

Die Mitte Juni gesenkten Jahresziele bestätigt SMA. Der Vorstand erwartet für das kommende Jahr einen Umsatz von 1,55 bis 1,7 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis zwischen 80 und 130 Millionen Euro.