07. Juli, 2026

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Siemens Energy auf Erfolgskurs: Jahresgewinn trotz Herausforderungen in Sicht

Siemens Energy auf Erfolgskurs: Jahresgewinn trotz Herausforderungen in Sicht

Siemens Energy steht kurz davor, in seinem noch jungen Bestehen als eigenständiges Unternehmen erstmals einen Jahresgewinn zu erzielen. Zwar verzeichnete der Konzern im dritten Geschäftsquartal einen Verlust von 102 Millionen Euro, doch das Management bleibt optimistisch und hält an der Jahresprognose fest, bis zu einer Milliarde Euro Gewinn zu erzielen. Nach neun Monaten weist das Unternehmen bereits einen Gewinn von fast 1,6 Milliarden Euro aus, was das Vertrauen in die Zielerreichung stärkt.

Die Herausforderungen kommen vor allem aus dem Windkraftgeschäft, insbesondere von der Tochtergesellschaft Gamesa. Diese leidet weiterhin unter unprofitablen Altverträgen und Qualitätsproblemen bei Onshore-Windturbinentypen, was den Konzern teuer zu stehen kommt. Dazu gesellen sich Kosten für den Hochlauf des Offshore-Windradgeschäfts. Allerdings sind diese Belastungen keine unbekannten Variablen mehr, und die kritische Phase der kontinuierlich negativen Überraschungen scheint überwunden.

Während Gamesa seine schwierige Erbschaft bewältigt, zeigt sich der Rest des Konzerns robust. Trotz eines erheblichen Minus von 463 Millionen Euro bei Gamesa, was einem Fünftel des Werts vom Vorjahreszeitraum entspricht, und einem 91-prozentigen Rückgang beim Auftragseingang, steigern andere Segmente ihre Performance. Insbesondere die Netztechnik-Sparte verbuchte deutliche Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis. Auch der Bereich Gas Services konnte den Auftragseingang mehr als verdoppeln, maßgeblich beeinflusst durch große Serviceaufträge im Nahen und Mittleren Osten. Insgesamt stieg der Konzernumsatz auf 8,8 Milliarden Euro und der Auftragsbestand auf beeindruckende 120 Milliarden Euro.

"Der schnell wachsende Strommarkt braucht eine große Bandbreite unserer Produkte", kommentierte Energy-Chef Christian Bruch. "Besonders profitieren davon unsere Geschäfte mit der Netztechnik und den Gasturbinen. Wichtig ist, dass wir mit dem steigenden Auftragsbestand auch die Margenqualität verbessern konnten. Wir schauen daher trotz aller Herausforderungen optimistisch in die Zukunft und sind nach den ersten neun Monaten auf einem guten Weg, unsere Jahresprognose zu erfüllen."

Der erwartete Gewinn von bis zu einer Milliarde Euro ist unter anderem einem profitablen Verkauf von Anteilen des Indiengeschäfts im ersten Geschäftsquartal zu verdanken. Auch wenn im typischerweise schwächeren vierten Quartal mit einem deutlichen Verlust gerechnet wird, bleibt das Unternehmen aufgrund des bisherigen Jahresverlaufs zuversichtlich.