01. September, 2026

Politik

Selenskyj strebt NATO-Unterstützung nach israelischem Verteidigungsvorbild an

Selenskyj strebt NATO-Unterstützung nach israelischem Verteidigungsvorbild an

In einer jüngst ausgestrahlten Videoansage machte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf die Dringlichkeit verstärkter Luftverteidigung aufmerksam und forderte, ein NATO-Strategietreffen abzuhalten. Inspiriert von Israels erfolgreicher Abwehr iranischer Luftangriffe am vergangenen Wochenende, sieht Selenskyj einen vergleichbaren Bedarf für sein Land. Der Präsident kündigte an, im Rahmen des NATO-Ukraine-Rates die Bereitstellung von Flugabwehrsystemen und Raketen zu thematisieren.

Selenskyj, der die Herausforderungen durch Raketen- und Drohnenangriffe betonte, verwies auf das universelle Recht der Bürger auf Schutz. Der Vergleich mit Israel unterstreicht die bestehende Bedrohung und den Wunsch nach einer ebenso soliden Verteidigung. Der ukrainische Staatschef bekräftigte die Notwendigkeit realer Unterstützung von Alliierten.

Die Bemühungen Deutschlands und insbesondere von Bundeskanzler Olaf Scholz, den Konflikt zu lösen, wurden positiv hervorgehoben. Selenskyj kommentierte Scholz' Gespräche mit Chinas Staatschef Xi Jinping und betonte Chinas potenzielle Rolle als Vermittler im Konflikt. Mit Blick auf die von Russland ausgehenden aggressiven Handlungen wertet er Chinas Einfluss als möglichen Wegweiser zu einem gerechten Frieden.

Zur Förderung dieses Friedens plant die Ukraine einen Weltfriedensgipfel Mitte Juni in der Schweiz, zu dem China, jedoch nicht Russland, eingeladen ist. Die chinesische Friedensinitiative stößt in der Ukraine auf Vorbehalte. Selenskyj setzt auf die Durchsetzung seines eigenen Friedensplans und betont als wesentliche Forderung den vollständigen Abzug russischer Truppen vom ukrainischen Territorium – eine Forderung, die von Russland als unrealistisch eingestuft wird. China signalisiert Unterstützung für eine Friedenskonferenz allerdings nur, sofern sowohl die Ukraine als auch Russland Teilnehmer sind.