31. August, 2026

Politik

Schweiz strebt nach Friedensdialog für die Ukraine – Hochrangige Ukraine-Konferenz am Vierwaldstättersee angekündigt

Schweiz strebt nach Friedensdialog für die Ukraine – Hochrangige Ukraine-Konferenz am Vierwaldstättersee angekündigt

In einer jüngsten Ankündigung hat die Schweiz ihre Absicht bekundet, die internationale Gemeinschaft zu einer hochkarätigen Ukraine-Konferenz zu versammeln. Diese Zusammenkunft ist für den 15. und 16. Juni im noblen Ambiente des Bürgenstock Hotels am Vierwaldstättersee terminiert und basiert auf einer Bitte der Ukraine. Regierungs- und Staatschefs internationaler Delegationen werden hierbei erwartet, um sich auf eine einheitliche Friedensstrategie für die Ukraine zu einigen. Der primäre Fokus der Veranstaltung liegt in der Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses für die Schritte, die auf dem Weg zu einem gerechten und nachhaltigen Frieden erforderlich sind. Gemäß dem Schweizer Außenministerium soll diese Konferenz nicht zuletzt den Grundstein für einen zukünftigen Friedensprozess legen. Russlands Teilnahme ist zurzeit jedoch nicht vorgesehen, bedingt durch frühere, öffentliche Ablehnungen einer Beteiligung durch Moskau. Die Schweizer Behörden betonen dennoch die Unverzichtbarkeit Russlands im Laufe des anzustrebenden Friedensprojekts. Kern der Diskussionen wird die von Präsident Wolodymyr Selenskyj bei den Vereinten Nationen präsentierte Friedensformel sein, die auf dem Strafen von Aggression, dem Schutz von Leben, der Wiederherstellung von Sicherheit und territorialer Integrität sowie einer garantierten Sicherheit besteht. Laut Dmytro Kuleba, dem ukrainischen Außenminister, zielt das Treffen darauf ab, diejenigen Nationen zusammenzuführen, die sich auf die notwendigen Schritte hin zu einem Frieden verständigen können, bevor weitere Gespräche mit Russland geführt werden. Während der ukrainische Außenminister sich optimistisch zeigt, dass ein Kriegsende ohne die Beteiligung aller Konfliktparteien nicht möglich sei, äußert sich der Kreml skeptisch. Dmitri Peskow, Sprecher des Kremls, stellt infrage, welche Bedeutung das Treffen haben könne, solange Russland nicht involviert sei. Diese Betrachtungsweise gewinnt insbesondere durch das Interesse Chinas an einer für beide Konfliktparteien annehmbaren Friedenskonferenz an Bedeutung. Auch wenn Chinas Teilnahme noch ungewiss ist, manifestiert das bevorstehende Treffen in der Schweiz dennoch das Bestreben, bei bisher russlandfreundlichen oder neutralen Staaten wie China, Indien, Brasilien oder Südafrika Unterstützung für die ukrainische Sichtweise zu gewinnen.