28. August, 2026

Politik

Russland setzt auf Lockerung der Sanktionen gegen Nordkorea

Russland setzt auf Lockerung der Sanktionen gegen Nordkorea

Russland verfolgt das klare Ziel, die internationalen Sanktionen gegen seinen neuesten Verbündeten, Nordkorea, zu lockern. Der russische UN-Botschafter Wassili Nebensja betonte in New York, dass es unfair und entmutigend sei, das ostasiatische Land endlos Sanktionen auszusetzen. Dies lasse sich langfristig nicht aufrechterhalten und er forderte, die Maßnahmen zu überdenken. Auf die Frage, ob Nordkorea Atomwaffentests erlauben sollte, reagierte Nebensja nicht.

Dieses Statement unterstreicht Russlands Bestreben, Nordkorea unter der Führung von Kim Jong Un zu unterstützen, insbesondere vor dem Hintergrund der jüngst intensivierten Partnerschaft mit Kremlchef Wladimir Putin. Westliche Staaten argwöhnen, dass Russland trotz der Sanktionen technische Unterstützung an Pjöngjang liefert, um im Gegenzug Artilleriemunition und Raketen für den Krieg gegen die Ukraine zu erhalten.

Bereits Ende März hatte Russland seine Vetomacht im UN-Sicherheitsrat genutzt, um einem Expertengremium, das die Sanktionen gegen Nordkorea überwacht, das Mandat zu entziehen. Dies war ein weiterer Schritt, um Pjöngjang den Rücken zu stärken.

Vor dem Hintergrund westlicher Waffenlieferungen an die Ukraine drohte Präsident Putin jüngst damit, Präzisionswaffen an Nordkorea zu liefern. Er warf dem Westen Doppelmoral vor, indem dieser trotz Waffenlieferungen nicht zugeben wolle, gegen Russland zu kämpfen. Daher könnte Russland seine Rüstungsgüter ebenso in andere Regionen der Welt transportieren, ohne sich um deren Verwendung zu scheren.

Nordkorea, das wegen seines Atomwaffenprogramms von umfassenden UN-Sanktionen und Importverboten betroffen ist, hatte kürzlich Besuch von Putin. Beide Staatsoberhäupter unterzeichneten ein Partnerschaftsabkommen, das auch eine gegenseitige militärische Unterstützung im Kriegsfall beinhaltet.