28. August, 2026

Politik

Rudy Giuliani verliert Anwaltslizenz: Das Ende einer Ära

Rudy Giuliani verliert Anwaltslizenz: Das Ende einer Ära

Ein New Yorker Berufungsgericht hat dem ehemaligen engen Vertrauten von Donald Trump, Rudy Giuliani, die Anwaltslizenz entzogen. Laut dem Urteil hat der 80-jährige Giuliani nach der US-Wahl 2020 „nachweislich falsche und irreführende Aussagen gegenüber Gerichten, Gesetzgebern und der Öffentlichkeit“ über angeblichen Wahlbetrug verbreitet. Diese Aussagen dienten dazu, Trumps unbegründete Behauptungen eines gestohlenen Wahlsiegs zu unterstützen. Dem Gericht zufolge nutzte Giuliani seine prominente Position aus, um Lügen zu verbreiten, was nicht genug betont werden könne.

Die Folgen der unterschiedlichen Verschwörungstheorien sind für Giuliani verheerend. In den Bundesstaaten Arizona und Georgia drohen ihm Gerichtsverfahren. Zwei Wahlhelferinnen wurden durch seine fälschlichen Behauptungen verleumdet, was ihn zu einer Schadensersatzzahlung von 148 Millionen Dollar zwang. Dies führte letztlich zur Anmeldung der Insolvenz.

Das Urteil verdeutlicht den tiefen Fall des einst hoch angesehenen Bürgermeisters von New York (1994-2001). Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 avancierte Giuliani durch sein effektives Krisenmanagement zum Nationalhelden. Im Laufe seiner Tätigkeit für Trump wurde er jedoch zunehmend zur Zielscheibe für Spott und Witze, insbesondere wegen seiner erratischen Auftritte in der Öffentlichkeit.

Giuliani wird zudem für seine Rolle im Umfeld des 6. Januars 2021 kritisiert. Vor der Erstürmung des Kapitols durch Trump-Anhänger hatte er bei einer Kundgebung die Menge weiter aufgeheizt. Seine Karriere, einst von Bewunderung geprägt, endet nun im Zwielicht rechtlicher Konsequenzen und öffentlicher Missachtung.