07. Juli, 2026

Märkte

Rückgang an US-Börsen: Rückerstattung des Carry Trades und seine Auswirkungen

Rückgang an US-Börsen: Rückerstattung des Carry Trades und seine Auswirkungen

Die US-Aktienmärkte erlebten gestern einen Rückgang, obwohl zunächst eine Erholung zu beobachten war. Experten zufolge könnte die aktuelle Volatilität auf die Rückkehr von Carry Trades zurückzuführen sein, wodurch Kapital aus Niedrigzinsländern in höher verzinsliche Anlagen investiert wird.

Malcolm von UBS erklärt, dass japanische Investoren trotz Zinserhöhungen der Bank of Japan weiterhin in ausländische Märkte investieren, vor allem für Wachstum und Diversifikation. Auch wenn einige ausländische KI-Beteiligungen abgebaut wurden, ist eine umfangreiche Rückführung ins Inland unwahrscheinlich.

Enger definiert, bezieht sich der Yen-Carry-Trade auf Devisenhändler und Hedgefonds, die Yen gegen höher verzinste Währungen oder Anleihen tauschen. Seit 2011 summieren sich diese Geschäfte gemäß Malcolm auf rund 500 Milliarden Dollar. Der jüngste Anstieg des Yen und fallende Hochzinswährungen deuten tatsächlich auf eine Rückabwicklung dieser Trades hin.

Zwei Hauptgründe führen zur Auflösung dieser Trades: veränderte Zinsdifferenziale und Volatilitätsschocks. Ein solcher Volatilitätsschock könnte auch der Auslöser der aktuellen Marktbewegungen sein, so Mark Farrington von Farrington Consulting.

Interessanterweise könnte das jüngste Aktienmarktselloff diese Rückabwicklung des Carry Trades ausgelöst haben. Dies ließ die Aktienkurse weiter fallen und verstärkte zusätzlich die Marktvolatilität.

Währenddessen blickt der Kupfermarkt ebenfalls auf turbulente Zeiten zurück. Nach einem Preisanstieg um mehr als 25 Prozent zwischen September und Mai verzeichnete Kupfer wieder erhebliche Verluste. Das schwächer als erwartete chinesische Nachfrage und die allgemeine Kontraktion der weltweiten Industrien trugen zu diesem Rückgang bei.

Langfristig bleibt Kupfer jedoch ein entscheidender Rohstoff für die grüne Energiewende. Trotz kurzfristiger Schwankungen könnten Investoren von einem zukünftigen positiven Preistrend profitieren. Laut Jeff Currie von Carlyle und ehemaligen Goldman Sachs Rohstoffchef könnte ein neuer Kupfer-Superzyklus bevorstehen. Diese Investitionen werden jedoch in einer volatilen und unsicheren Marktumgebung schwierig bleiben.

Für Kupferinvestoren ist der Besitz von Abbauequities derzeit der einzige tragfähige Ansatz, trotz bescheidener Auszahlungsquoten. Sollten sich die wirtschaftlichen Bedingungen verschlechtern, könnten attraktivere Einstiegspunkte entstehen.