27. August, 2026

Politik

Regierung hält Preis des Deutschlandtickets stabil – vorerst

Regierung hält Preis des Deutschlandtickets stabil – vorerst

Die Bundesregierung hat einen entscheidenden Schritt unternommen, um den Preis des Deutschlandtickets im Nah- und Regionalverkehr für dieses Jahr stabil zu halten. Das Kabinett hat die erforderliche Änderung des Regionalisierungsgesetzes auf den Weg gebracht.

Konkret bedeutet dies, dass im Jahr 2023 ungenutzte Mittel nun zur Finanzierung des Tickets herangezogen werden dürfen. Diese Maßnahme ist entscheidend, um den Preis des Deutschlandtickets von monatlich 49 Euro dieses Jahr beizubehalten. Schon lange hatten die Länder auf die Umsetzung dieser Gesetzesänderung gedrängt. Für das kommende Jahr haben die Verkehrsminister der Länder jedoch bereits eine Preiserhöhung in Aussicht gestellt.

Regierungssprecher Steffen Hebestreit erklärte, dass die Verkehrsministerkonferenz der Länder unabhängig über die Preisgestaltung des Deutschlandtickets entscheide. Um den Haushalt zu konsolidieren, behält der Bund vorerst einen Teilbetrag der Regionalisierungsmittel des Jahres 2025 in Höhe von 350 Millionen Euro ein. Die Länder sollen diese Mittel im Jahr 2026 erhalten, vorausgesetzt, sie können beweisen, dass die Mittel aus dem Vorjahr sachgerecht verwendet wurden.

Unterdessen kündigte die Grünen-Bundestagsfraktion an, sich bei den Haushaltsverhandlungen im Herbst dafür einzusetzen, dass der Preis des Tickets weiterhin bei 49 Euro pro Monat bleibt. Grünen-Bundestagsfraktionschefin Katharina Dröge machte in einem Interview mit der "Welt" deutlich, dass ihre Fraktion einer Preiserhöhung entschieden entgegentreten werde.

Die Verkehrsunternehmen sehen sich durch das günstigere Ticket jedoch hohen Einnahmeverlusten ausgesetzt. Bund und Länder hatten vereinbart, diese Verluste jeweils zur Hälfte auszugleichen, indem die Regionalisierungsmittel erhöht wurden. Dennoch bleibt die langfristige Finanzierung des Tickets ein wiederkehrender Streitpunkt zwischen Bund und Ländern.