31. August, 2026

Politik

Prozessauftakt im Fall des ehemaligen Präsidenten: Anwalt sagt aus

Prozessauftakt im Fall des ehemaligen Präsidenten: Anwalt sagt aus

Im Licht der amerikanischen Justiz hat sich ein weiteres Kapitel aufgetan: Im Verfahren gegen Donald Trump aufgrund von Schweigegeldzahlungen an die Pornodarstellerin Stormy Daniels wurde der frühere Anwalt von Daniels, Keith Davidson, verhört. Davidson legte Zeugnis ab, wie er im Wahlkampf 2016 Verhandlungen mit Cohens damaligem Anwalt führte. Diese führten schließlich dazu, dass Daniels im Austausch für 130.000 US-Dollar ihr Schweigen über die vermeintliche Affäre mit Trump wahrt.

Trotz der Bestreitung einer Affäre durch Trump, dessen Seite zumindest Zahlungen nicht leugnet, wiegt der Vorwurf schwer: Trump soll versucht haben, die Transaktionen unrechtmäßig in den Finanzbüchern zu verbergen. Dieses Manöver ist Gegenstand des Prozesses, bei welchem Trump wegen Fälschung von Geschäftsunterlagen angeklagt ist. Es handelt sich hierbei um einen historischen Moment, denn nie zuvor gab es in den USA einen Strafprozess gegen einen ehemaligen Präsidenten. Trump, der erneut einen Präsidentenposten anstrebt, plädiert auf nicht schuldig.

Mit einem gewissen Maße an Selbstoffenbarung hinterließ Davidson seine Einschätzung, dass die Vereinbarungen womöglich Trumps Wahlkampf dienlich waren. Nach dessen Wahl erfolgten zahlreiche Anrufe Cohens, der enttäuscht darüber war, von Trump in Washington keine Position erhalten zu haben.

Der Prozess, welcher Mitte April seinen Anfang nahm, mag sich über acht Wochen erstrecken. Sollte es zu einer Verurteilung kommen, könnte Trump eine Haftstrafe erwarten, die jedoch zur Bewährung ausgesetzt werden könnte. Trump behält die Möglichkeit, in Berufung zu gehen, und könnte selbst im Falle einer Verurteilung an der Präsidentschaftswahl teilnehmen.