29. August, 2026

Politik

Proteste in Jerusalem eskalieren: Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizei

Proteste in Jerusalem eskalieren: Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizei

In Jerusalem kam es bei Protesten gegen die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Nach Angaben der Zeitung "Haaretz" wurden mindestens drei Personen verletzt und acht weitere am Montagabend festgenommen. Die gewalttätigen Konfrontationen ereigneten sich vor der Privatresidenz des Regierungschefs. Den Berichten von "The Times of Israel" zufolge setzte die Polizei Wasserwerfer ein, um die Proteste zu zerstreuen.

Im Vorfeld hatten Zehntausende bei einer Großkundgebung vor dem israelischen Parlament - der Knesset - vorgezogene Neuwahlen sowie ein Abkommen gefordert, das die Freilassung der noch verbliebenen israelischen Geiseln aus der Gewalt der islamistischen Hamas im Gazastreifen ermöglichen soll.

Seit Monaten wird Israel von massiven Protesten gegen die Regierung erschüttert. Kritiker werfen Netanjahu vor, auf die Forderungen seiner extremistischen Koalitionspartner einzugehen und dadurch Verhandlungslösungen zu blockieren. Netanjahu hingegen behauptet, dass die Unnachgiebigkeit der Hamas für die Stagnation bei den indirekten Verhandlungen verantwortlich sei. Die Intensität der Proteste und Demonstrationen gegen die Netanjahu-Regierung hat zuletzt deutlich zugenommen.

Seit dem 7. Oktober befindet sich Israel im Krieg mit der Terrororganisation Hamas und anderen militanten Gruppen im palästinensischen Gazastreifen. Auslöser war ein verheerendes Massaker, das die Islamisten im Süden Israels verübten. Dabei kamen 1200 Menschen ums Leben, und weitere 250 wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt.