In Peking richtet sich eine klare Aufforderung an die Vereinigten Staaten, ihre Unterstützung für Taiwan einzuschränken, nachdem der US-Senat ein Gesetzespaket verabschiedet hat, das Hilfen in Höhe von 8 Milliarden US-Dollar für die Insel vorsieht. Zhu Fenglian, die Sprecherin des Büros für Taiwangelegenheiten in China, brachte die Unzufriedenheit ihrer Regierung in einer Pressekonferenz zum Ausdruck.
Fenglian bekräftigte, dass China die Integration Taiwanspezifischer Inhalte in die entsprechenden Gesetzgebungen des US-Kongresses entschieden ablehne. Ihrer Meinung nach sende dies die falschen Signale an die separatistischen Kräfte in Taiwan. Von den Vereinigten Staaten fordert Peking, die eigenen Zusagen, die Unabhängigkeitsbestrebungen Taiwans nicht zu unterstützen, in tatsächliche Taten umzusetzen und jegliche militärische Aufrüstung der Insel zu unterlassen.
Im Kern der Aussagen steht die Befürchtung, dass solche legislative Maßnahmen die Spannungen zwischen China und Taiwan weiter verstärken und somit auch das diplomatische Gleichgewicht in der Region gefährden könnten. China hat wiederholt seine Ansprüche auf die Insel geltend gemacht und betrachtet Unterstützung für Taiwans Unabhängigkeit als rote Linie, die nicht überschritten werden darf.