07. Juli, 2026

Märkte

Ölpreise im Rückwärtsgang: Diplomatie im Nahen Osten und US-Ölreserven im Fokus

Ölpreise im Rückwärtsgang: Diplomatie im Nahen Osten und US-Ölreserven im Fokus

Die Ölpreise setzten am Donnerstag ihren jüngsten Rückgang fort und konnten die Erholung vom Vortag nicht beibehalten. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober wurde mit 77,86 US-Dollar gehandelt, 47 Cent weniger als am Vortag. Auch der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im September sank, und zwar um 39 Cent auf 74,84 Dollar.

Marktbeobachter führten den Preisrückgang auf die diplomatischen Aktivitäten im Nahen Osten zurück. Intensive Bemühungen, einen erneuten Krieg in der rohstoffreichen Region zu verhindern, scheinen Früchte zu tragen. Die „Washington Post“ berichtete, dass US-Beamte optimistisch sind, dass der Iran seine Haltung überdenkt, was die Spannungen in der Region entschärfen könnte. Zuvor hatten Befürchtungen über einen Vergeltungsschlag des Irans und seiner Verbündeten gegen Israel den Ölpreisen Auftrieb gegeben.

Am Vortag hatten die Ölpreise eine deutliche Erholungsphase erfahren. Sie schöpften Kraft, nachdem sie zu Wochenbeginn im Zuge heftiger Turbulenzen an den Finanzmärkten auf das niedrigste Niveau seit sieben Monaten gefallen waren.

Zudem haben jüngste Daten zur Entwicklung der US-Ölreserven eine verstärkte Nachfrage am Markt ausgelöst. Die US-Regierung verkündete am Mittwoch, dass die Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche unerwartet stark zurückgegangen seien.