28. August, 2026

Politik

Netanjahu fordert fortgesetzte Kampfbereitschaft: Hindernisse für Geiselabkommen

Netanjahu fordert fortgesetzte Kampfbereitschaft: Hindernisse für Geiselabkommen

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat kurz vor der Wiederaufnahme indirekter Verhandlungen bezüglich eines Geiselabkommens im Gaza-Konflikt eine klare Bedingung formuliert: Das Recht Israels zur Fortsetzung der Kämpfe gegen die Hamas muss gewährleistet bleiben. In einer aufgestellten Liste an Bedingungen stellte das Büro des Ministerpräsidenten klar, dass jegliches Abkommen Israel die Wiederaufnahme der militärischen Operationen erlauben müsse, bis alle Kriegsziele erreicht sind. Diese Erklärung führte laut Medienberichten umgehend zu Verärgerung.

Die indirekten Verhandlungen über eine Waffenruhe und den Austausch von Geiseln gegen palästinensische Häftlinge sollen diese Woche in Kairo fortgesetzt werden. Ägypten, Katar und die USA agieren hierbei als Vermittler. Der auf dem Tisch liegende Stufenplan bleibt jedoch umstritten. Vermittler arbeiten derzeit an Formulierungen, um Differenzen in den strittigen Punkten zu überbrücken. Ein ranghoher Vertreter der Vermittler äußerte gegenüber der "Times of Israel," dass Netanjahus Äußerungen den Vermittlungsbemühungen abträglich seien.

Nachdem es einige Wochen keinen Fortschritt gab, zeigten sich nun erste positive Anzeichen in den Verhandlungen. So soll die Hamas ihre ursprüngliche Forderung, Israel müsse sich vorab zum Ende des Krieges verpflichten, aufgeweicht haben. Das Büro des Premierministers betonte, dass Israel sich bemühe, die Anzahl der lebend entlassenen Geiseln maximal zu erhöhen. Zudem werde Israel bewaffnete Kämpfer nicht zurück in den Norden Gazas lassen und den Waffenschmuggel aus Ägypten unterbinden.