28. August, 2026

Politik

Moskau erneut Ziel nächtlicher Drohnenangriffe – Spannungen zwischen Russland und Ukraine verschärfen sich

Moskau erneut Ziel nächtlicher Drohnenangriffe – Spannungen zwischen Russland und Ukraine verschärfen sich

Inmitten der andauernden Auseinandersetzungen zwischen Russland und der Ukraine hat die russische Hauptstadt Moskau kürzlich wieder einen Drohnenangriff erlebt. Dies bestätigte der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin auf seinem Telegramkanal. Die Drohne wurde bereits südlich von Moskau in der Nähe von Stupino abgeschossen, sodass keine nennenswerten Schäden entstanden.

Angriffe ukrainischer Drohnen auf Moskau sind verhältnismäßig selten und der letzte gemeldete Versuch ereignete sich vor einem Monat. Insbesondere im vergangenen Sommer kam es zu vermehrten Einschlägen, wobei auch das Business-Center Moscow City getroffen wurde. Daraufhin wurden die Verteidigungsanlagen rund um Moskau signifikant verstärkt.

Jedoch bleibt Moskau nicht die einzige betroffene Region. In der grenznahen Region Belgorod, die ebenfalls unter starkem Beschuss stand, kam ein Mann bei einem Angriff ums Leben. Zudem wurden in der Stadt Schebekino sieben weitere Menschen verletzt, größtenteils durch Splitter.

Die Ukraine setzt weiterhin gezielt Kampfdrohnen ein, um strategisch wichtige russische Einrichtungen wie Treibstofflager und Militärflugplätze anzugreifen. Ein kürzlich attackiertes Tanklager in Wolgograd musste seine Tätigkeit für etwa drei Monate einstellen. Trotz wiederholter Behauptungen des russischen Militärs, alle Drohnen abgefangen zu haben, zeigen häufig in Flammen stehende Anlagen ein anderes Bild. Sogar der Kremlpropagandist Wladimir Solowjow äußerte zuletzt Unmut über die vermeintlich falschen Erfolgsmeldungen.

Die Ukraine verteidigt sich seit zwei Jahren unermüdlich gegen die russische Invasion und versucht durch Drohnenangriffe den Mangel an schweren Distanzwaffen auszugleichen. Trotz der verursachten Schäden stehen diese offensichtlich nicht im Verhältnis zu den gravierenden Folgen der russischen Bombardierungen, wie der jüngste Raketenangriff in Kiew zeigt, bei dem mehr als 30 Menschen starben.