28. August, 2026

Politik

Modi bekräftigt diplomatische Lösungen für Konflikte in Ukraine und Gazastreifen bei Besuch in Wien

Modi bekräftigt diplomatische Lösungen für Konflikte in Ukraine und Gazastreifen bei Besuch in Wien

Indiens Premierminister Narendra Modi untermauert nach seinem Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin die Notwendigkeit diplomatischer Lösungen für die Konflikte in der Ukraine und im Gazastreifen. "Probleme können nicht auf dem Schlachtfeld gelöst werden", betonte Modi vehement während seines Aufenthalts in Wien, wo er im Anschluss an seinen Moskau-Besuch auch mit Österreichs Kanzler Karl Nehammer zusammentraf.

Nach Gesprächen mit dem österreichischen Regierungschef verdeutlichte Modi seine Ablehnung des Verlusts unschuldiger Leben, unabhängig vom Ort des Geschehens. Sein Besuch in Moskau und Wien fand vor dem Hintergrund intensiver russischer Raketenangriffe auf die Ukraine statt, bei denen am Montag eine Kinderklinik in Kiew schwer beschädigt wurde. Laut ukrainischen Angaben der Militärverwaltung kamen in der Hauptstadt mindestens 27 Menschen ums Leben.

Zuvor hatten Modi und Putin in Moskau die engen bilateralen Beziehungen hervorgehoben und ihre Absicht bekräftigt, in der Militärtechnologie weiter zusammenzuarbeiten. Eine gemeinsame Erklärung unterstrich den strategischen Schulterschluss beider Nationen.

Österreichs Kanzler Karl Nehammer zeigte sich offen für eine intensivere Einbindung großer Staaten des globalen Südens in den Friedensprozess und bot Österreich als möglichen Austragungsort zukünftiger Ukraine-Verhandlungen an. Ein Schritt, der die diplomatischen Bemühungen erweitern soll, nachdem Indien beim jüngsten internationalen Ukraine-Gipfel in der Schweiz lediglich durch einen hohen Beamten vertreten war.

Angesichts der günstigen Preisgestaltung aufgrund westlicher Sanktionen hat sich Indien zu einem der größten Abnehmer von russischem Öl entwickelt und bezieht zudem Rüstungsgüter aus Russland. Trotz der Konflikte ruft die indische Regierung in Neu-Delhi regelmäßig zu allgemeinen Dialogen auf, ohne jedoch konkrete Maßnahmen zu benennen.