28. August, 2026

Politik

Mehrheit der Deutschen befürwortet Wiedereinführung der Vermögenssteuer

Mehrheit der Deutschen befürwortet Wiedereinführung der Vermögenssteuer

Aus einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins 'Stern' geht hervor, dass 62 Prozent der Deutschen die Wiedereinführung der Vermögenssteuer für Privatpersonen und Unternehmen ab einem Vermögen von einer Million Euro befürworten. Im Gegensatz dazu sprechen sich 34 Prozent gegen eine solche Abgabe aus. Die Zustimmung ist bei den Anhängerinnen und Anhängern der Grünen mit 84 Prozent besonders hoch. Auch bei den Unterstützern der SPD (79 Prozent) und des Bündnisses Sahra Wagenknecht (58 Prozent) genießt der Vorstoß einen beachtlichen Rückhalt. Überraschenderweise würden auch 55 Prozent der Anhänger der Union (CDU/CSU) eine solche Steuer unterstützen, obwohl die Union selbst gegenüber einer Vermögenssteuer nach wie vor ablehnend eingestellt ist. Sie befürchtet, dass eine solche Steuer die wirtschaftliche Substanz Deutschlands gefährden und Arbeitsplätze kosten würde, wie im gemeinsamen Wahlprogramm festgehalten. Auf der anderen Seite stößt die Idee einer Vermögenssteuer auf massive Ablehnung bei den Wählerinnen und Wählern der FDP (78 Prozent) und der AfD (62 Prozent). Seit einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts im Jahr 1997 wird die Vermögenssteuer in Deutschland nicht mehr erhoben. Diskutiert wird darüber jedoch regelmäßig, wie zuletzt bei den Koalitionsverhandlungen im Jahr 2021. Damals sprachen sich SPD und Grüne für eine Wiedereinführung aus, während die FDP Steuererhöhungen kategorisch ablehnte. Ein zentrales Problem bei der Wiedereinführung ist der hohe Aufwand zur Erfassung der Vermögenswerte.