01. September, 2026

Politik

Keine Disziplinarmaßnahmen gegen New Yorker Polizisten nach tödlichen Schüssen

Keine Disziplinarmaßnahmen gegen New Yorker Polizisten nach tödlichen Schüssen

Die New York City Police Department hat offiziell bekanntgegeben, dass zwei beteiligte Polizeibeamte im Fall des tödlich verlaufenden Polizeieinsatzes gegen Kawaski Trawick im Jahre 2019 keine disziplinarischen Maßnahmen zu erwarten haben. Der Polizeipräsident Edward A. Caban bekräftigte, dass die Handlungen der Beamten Brendan Thompson und Herbert Davis rechtmäßig waren.

Diese abschließende Entscheidung stützt das Ergebnis früherer Untersuchungen und hebt die strafrechtliche Entlastung der beiden Beamten in dem Vorfall hervor, in dessen Zuge der 32-jährige Trawick in seiner Küche erschossen wurde. Der Zwischenfall ereignete sich am 14. April 2019, nachdem Thompson und Davis auf Notrufe reagiert hatten, welche Trawicks bedrohliches Verhalten gegenüber anderen Mietparteien schilderten.

Die Konfrontation endete tragisch, als Trawick, laut Polizeiberichten, mit einem Messer auf die Beamten zukam und Thompson daraufhin erst seinen Taser und dann seine Dienstwaffe einsetzte und viermal auf Trawick schoss. Der Verletzte blieb daraufhin in seiner Wohnung zurück. Die Eltern des Getöteten, Ellen und Rickie Trawick, äußerten tiefes Unverständnis und Verurteilung gegenüber der Entscheidung der Polizeibehörde. Sie warfen sowohl dem Bürgermeister Eric Adams als auch dem Police Department vor, kein Interesse am Schutz der New Yorker Bevölkerung vor gewalttätigen Polizeieinsätzen zu haben und bezeichneten das Ignorieren der Erinnerung an ihren Sohn als widerwärtig und beschämend. Darcel D. Clark, Bezirksstaatsanwältin von Bronx, hatte bereits 2020 darauf verzichtet, Anklage gegen die Polizisten zu erheben, da sie keine hinreichenden Beweise sah, um eine unrechtmäßige Anwendung tödlicher Gewalt durch Beamten Thompson gerichtsfest zu machen.