01. September, 2026

Politik

Historischer Strafprozess gegen Trump: Juryauswahl schreitet trotz Verzögerungsversuchen voran

Historischer Strafprozess gegen Trump: Juryauswahl schreitet trotz Verzögerungsversuchen voran

In einem beispiellosen Strafverfahren gegen den früheren US-Präsidenten Donald Trump hat sich das Gericht unter der Leitung von Richter Juan Merchan der herausfordernden Aufgabe der Geschworenen-Auswahl gestellt. Im Fokus des Prozesses stehen Vorwürfe bezüglich der Zahlung von Schweigegeld an die Pornodarstellerin Stormy Daniels. Die Juryauswahl nahm bereits konkrete Formen an, mit sieben Geschworenen, die bis jetzt ausgesucht wurden, und die Suche nach den restlichen fünf könnte sich noch über Tage erstrecken. Die Verhandlung wird ihren Verlauf am Donnerstag weiterfinden.

Im Zentrum der strafrechtlichen Vorwürfe steht die mutmaßliche Fälschung von Geschäftsunterlagen durch Trump, der erneut Anlauf auf das höchste Amt im Staat nimmt und auf nicht schuldig plädiert hat. Der 77-Jährige sieht sich einer möglichen, mehrjährigen Haftstrafe ausgesetzt, die womöglich zur Bewährung ausgesetzt werden könnte. Selbst im Falle einer Verurteilung hätte Trump die Option der Berufung und könnte theoretisch weiterhin als Präsidentschaftskandidat antreten.

Die Verhandlung wurzelt in der Behauptung, dass Trump, kurz vor seinem Sieg bei der Präsidentschaftswahl 2016, 130.000 US-Dollar Schweigegeld an Daniels übermittelt haben soll, nachdem diese eine sexuelle Begegnung mit ihm behauptete. Die Legitimität solcher Vereinbarungen steht nicht grundsätzlich in Frage, jedoch wird Trump beschuldigt, die Zahlungen in betrügerischer Absicht verbucht und damit andere illegale Handlungen verschleiert zu haben.

Neben diesem Gerichtsfall sieht sich Trump mit drei weiteren anstehenden Strafprozessen konfrontiert, einschließlich des Vorwurfs des versuchten Wahlbetrugs. Eine Reihe von Zivilprozessen läuft ebenfalls gegen ihn. Sein Anwaltsteam setzt alles daran, die Verfahren zu blockieren – mit gelegentlichem Erfolg.

Obgleich die Anklagen im aktuellen Prozess weniger gravierend erscheinen mögen als in anderen Fällen, vermuten Experten, dass dieser Prozess schneller zum Abschluss kommen könnte. Trump verfechtet seine Unschuld weiterhin entschieden und prangert die Verfahren als politisch motivierte Hexenjagd an.