Investmentlegende Warren Buffett und sein Unternehmen Berkshire Hathaway haben kürzlich für Aufsehen an den Finanzmärkten gesorgt. Das liegt vor allem daran, dass Buffett eine erhebliche Menge an Apple-Aktien veräußert hat. Die umfassenden Verkäufe sind Teil einer beachtenswerten Reduktion der Apple-Position im prall gefüllten Aktienportfolio von Berkshire Hathaway. Im letzten Dezember belief sich der Marktwert von Berkshires Apple-Anteilen auf über 173 Milliarden Dollar, was mehr als die Hälfte des gesamten Aktienportfolios ausmachte. Doch bis Ende Juni 2024 war dieser Wert um fast 50 % geschrumpft und lag nur noch leicht über 84 Milliarden Dollar. Dadurch sank Apples Anteil am Portfolio auf weniger als 30 %. Üblicherweise gibt Buffett selten sofortige Erklärungen für seine Entscheidungen, Aktien zu kaufen oder zu verkaufen. Möglicherweise wird er seine Beweggründe in einem seiner berühmten jährlichen Briefe an die Aktionäre darlegen. Sofortige öffentliche Kommentare sind von ihm hingegen kaum zu erwarten. Interessanterweise ist Apple nicht die einzige Aktie, von der sich Berkshire kürzlich teilweise verabschiedet hat. Als der Juli in den August überging, verkaufte das Unternehmen Bank of America-Aktien im Wert von mehr als 3,8 Milliarden Dollar. Diese Verkäufe reduzierten Berkshires Anteil auf etwas über 942 Millionen Aktien, was etwa 12 % des Bankkapitals ausmacht. Diese Verkäufe trugen dazu bei, die Größe des riesigen Aktienportfolios von Berkshire zu verringern. Ende letzten Jahres belief sich dessen Marktwert auf fast 354 Milliarden Dollar. Bis zum 31. März dieses Jahres sank er auf knapp 336 Milliarden Dollar und lag schließlich Ende Juni unter 285 Milliarden Dollar. Dabei verzeichnete die Kategorie Konsumgüter, bedingt durch die Apple-Verkäufe, den stärksten Rückgang. Laut The Wall Street Journal hat Berkshire im zweiten Quartal insgesamt Aktien im Wert von 76 Milliarden Dollar verkauft, wodurch die Barreserven des Unternehmens auf ein Rekordhoch von fast 277 Milliarden Dollar stiegen. Einige Experten spekulieren, dass Buffett mit diesen Verkäufen eine defensivere Position einnehmen möchte. Apple bleibt trotz dieser Reduktionen eine erhebliche Position im Berkshire-Portfolio und wird wohl weiterhin verkauft werden, bis das Gewicht als angemessen erachtet wird. Anleger sollten jedoch trotz der Verkäufe optimistisch bleiben, da Apple nach wie vor ein äußerst profitables Unternehmen mit Wachstumspotenzial, insbesondere im Bereich der Dienstleistungen, ist.
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Großzügige Aktienverkäufe: Warren Buffett trennt sich von Apple-Anteilen