31. August, 2026

Politik

Französisches Außenministerium warnt Israel vor Kriegsverbrechen in Rafah

Französisches Außenministerium warnt Israel vor Kriegsverbrechen in Rafah

In einer Stellungnahme zeigte Frankreich deutlichen Widerstand gegen die mögliche Aufnahme einer Bodenoffensive durch Israel in der Grenzstadt Rafah. Das französische Außenministerium unterstrich die Gefahr eines solchen Vorgehens und erinnerte daran, dass die Zwangsumsiedlung einer Zivilbevölkerung nach internationalen Rechtsnormen als Kriegsverbrechen gilt. Die Behörde forderte ferner die sofortige Freilassung der von der Hamas festgehaltenen Geiseln und die Sicherstellung eines stabilen Waffenstillstands zum Schutz der Bürger. Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte sich bereits am Vortag mit ähnlichen Aussagen positioniert, um auf die prekäre Lage und die potenziellen rechtlichen Folgen hinzuweisen. Das israelische Militär hat indessen die Evakuierungsmaßnahmen in der Stadt Rafah fortgesetzt. Die Bewohner des östlichen Stadtteils wurden aufgefordert, sich in das nördlich gelegene Al-Mawasi-Lager zu begeben. Von dieser Maßnahme könnten Schätzungen zufolge etwa 100.000 Menschen betroffen sein, so ein Sprecher des Militärs.