In der russischen Region Belgorod, die an die Ukraine grenzt, haben Drohnenangriffe großflächige Stromausfälle verursacht. Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow berichtete auf seinem Telegramkanal, dass es zu Beschädigungen an Telefonleitungen sowie an der Gas- und Stromversorgung gekommen sei. Zeitweise kam es in mehreren Ortschaften des Landkreises Grajworon zu Stromausfällen. Auch die Landkreise Schebekino und Krasnaja Jaruga verzeichnen ähnliche Probleme. Medienberichten zufolge sind auch die Gebietshauptstadt Belgorod und die Großstadt Stary Oskol betroffen. Ursache soll ein beschädigtes Umspannwerk sein.
Auf dem regionalen Internetportal Pepel wurden Videos veröffentlicht, die nächtliche Explosionen am Umspannwerk in Stary Oskol zeigen sollen. Dieses Umspannwerk ist eines der größten in der Region und spielt eine wichtige Rolle in der Stromversorgung, auch für das benachbarte Gebiet Kursk. Der dortige Gouverneur warnte ebenfalls vor möglichen Engpässen bei der Stromversorgung.
Kremlchef Wladimir Putin, der vor zwei Jahren den Angriffskrieg gegen die Ukraine initiiert hat und regelmäßig zivile Ziele in der Ukraine beschießen lässt, hat im Mai eine neue Offensive im ukrainischen Gebiet Charkiw gestartet. Ziel sei es, eine Pufferzone zu schaffen, um den ukrainischen Beschuss auf die Region Belgorod zu unterbinden. Nach einem Vormarsch von etwa zehn Kilometern sind die russischen Truppen jedoch zum Stehen gekommen.