Die jüngsten russischen Raketenangriffe auf ukrainische Städte haben weltweit Entsetzen ausgelöst. Insbesondere die schwere Beschädigung einer Kinderklinik in Kiew sorgt für internationale Empörung. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, verurteilte die Angriffe scharf und forderte die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Bei den Attacken auf Kiew und Dnipro kamen über drei Dutzend Menschen ums Leben, darunter mindestens drei Kinder. Weitere 140 Personen wurden verletzt. Während die Bergungsarbeiten an der Kinderklinik in Kiew fortgesetzt werden, betonte Präsident Wolodymyr Selenskyj in Warschau erneut die Notwendigkeit, Russland zur Verantwortung zu ziehen. Er warf dem Kreml vor, Wohnhäuser und Krankenhäuser gezielt anzugreifen, sobald Friedensgespräche thematisiert würden. Der UN-Sicherheitsrat wird sich in einer Dringlichkeitssitzung mit den Vorfällen befassen. Aufgrund des Veto-Rechts Russlands ist jedoch keine einstimmige Verurteilung zu erwarten. Parallel dazu hat US-Präsident Joe Biden die Weltgemeinschaft dazu aufgerufen, in dieser Krise weiterhin fest an der Seite der Ukraine zu stehen. In Kiew helfen Hunderte Anwohner bei den Bergungsarbeiten, um weitere Opfer zu finden und die Trümmer zu beseitigen. Der UN-Hochkommissar Türk hatte in Genf betont, dass die Intensivstation des größten Kinderkrankenhauses der Ukraine und die Dialyseabteilung schwer beschädigt wurden. Auch sieben Zivilisten starben in einem Zentrum für Frauengesundheit, als Trümmer einer abgefangenen Rakete herabfielen. Marie-Agnes Strack-Zimmermann von der FDP zeigte sich entsetzt über die brutalität der Angriffe. Sie forderte unverzüglich die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine, ein Schritt, den Bundeskanzler Olaf Scholz bisher abgelehnt hat. Das russische Verteidigungsministerium wiederum behauptet, die Schäden seien durch ukrainische Flugabwehrraketen entstanden und bezichtigte die ukrainische Regierung der Hysterie. Zeitgleich beginnt in Washington der dreitägige Nato-Gipfel, bei dem neben strategischen Fragen vor allem weitere Unterstützung für die Ukraine auf der Tagesordnung steht. Eine Annäherung der Ukraine an eine Nato-Mitgliedschaft ist jedoch nicht zu erwarten. Stattdessen hofft Kiew auf Zusagen für zusätzliche Flugabwehrsysteme, darunter sechs Patriot-Systeme aus Israel. In Moskau trafen sich Kremlchef Putin und der indische Regierungschef Narendra Modi, um ihre wirtschaftlichen Beziehungen zu vertiefen. Angesichts von Indiens zunehmendem Handel mit russischem Erdöl, war unklar, ob die Gespräche auch den jüngsten Raketenangriff umfassen würden.
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Dringlichkeitssitzung im UN-Weltsicherheitsrat: Russische Raketenangriffe auf ukrainische Städte schockieren die Welt