Deutschlands Wirtschaft mag robust und produktiv sein, doch wenn es um die Außenpolitik geht, tritt das Land eher als Vermittler denn als einflussreiche Macht in Erscheinung. Diese Rolle spürt insbesondere Außenministerin Annalena Baerbock im aktuellen Konflikt zwischen Israel und Iran. Die Begrenzung deutscher außenpolitischer Möglichkeiten wird hier besonders deutlich und steht in auffallendem Kontrast zu der selbstbewussten Herangehensweise, die von Mitgliedern der Ampel-Koalition im Kontext des Krieges in der Ukraine an den Tag gelegt wurde. Die Attitüde großer Worte, welche die Ampel-Politiker pflegen, scheint jedoch weder dem internationalen Stand Deutschlands gerecht zu werden noch dem Grundsatz der Besonnenheit und des realistischen Selbstbildes einer wirtschaftlich zwar starken, aber politisch vermittelnden Nation zu entsprechen.
Politik
Deutschlands Rolle auf dem internationalen Parkett: Vermittler, nicht Machtzentrum