In einem beherzten Aufruf an internationale Partner haben die Bundesaußenministerin Annalena Baerbock und Verteidigungsminister Boris Pistorius eine intensivierte und zeitnahe Unterstützung der Ukraine im Bereich der Luftabwehr eingefordert. Die jüngsten Briefe an die Amtskollegen verleihen der Notwendigkeit von Beiträgen zum Schutz des Landes vor weiteren russischen Angriffen Nachdruck, so eine Information der Deutschen Presse-Agentur. Die inhaltlichen Details gingen zuerst aus einem Bericht des "Spiegel" hervor.
Das duo ministeriale betont die essenzielle Bedeutung von schnellen und wirksamen Maßnahmen, die der ausgesetzten Ukraine helfen sollen, die fortdauernden russischen Offensiven zu parieren. Dabei fordern Baerbock und Pistorius, dass Verbündete die Kapazität ihrer Luftabwehrsysteme ausloten und einen möglichen direkten Transfer oder Tausch mit anderen Nationen in Betracht ziehen, um die ukrainischen Verteidigungskräfte zu stärken. Darüber hinaus appellieren die Minister, Produktionskapazitäten für Verteidigungsgerät zu überprüfen und mögliche finanzielle Unterstützungen für den Erwerb oder die Kompensation von Partnern zu leisten.
Die Dringlichkeit des Handelns unterstreichen die beiden Politiker mit Verweis auf die enormen Schäden an ukrainischer Infrastruktur, die durch jüngste russische Angriffe verursacht wurden. Diese Zerstörungen stehen den katastrophalen Vorfällen des vorherigen Winters in nichts nach. Lücken in der Luftverteidigung der Ukraine ermöglichen derzeit russische Vorstöße, welche mit vereinten Kräften der Verbündeten geschlossen werden sollen.
Im Zuge der Solidaritätsbekundungen hat Deutschland selbst vor Kurzem die Lieferung eines weiteren Patriot-Flugabwehrraketensystems, das dritte dieser Art, an die Ukraine zugesichert.