Hakeem Jeffries, Minderheitsführer der Demokraten im US-Repräsentantenhaus, hat jüngst ein bedeutendes Gespräch mit Präsident Joe Biden geführt. Im Zentrum der Unterredung standen die vielfältigen Bedenken und Schlussfolgerungen aus der Fraktion. Jeffries betonte in einem Schreiben an seine Parteikollegen, dass er Präsident Biden die umfassenden und aufrichtigen Perspektiven der demokratischen Abgeordneten dargelegt habe.
Der Druck auf Biden wächst, denn rund 20 demokratische Parlamentarier haben öffentlich gefordert, dass er von seiner Kandidatur für die Präsidentschaft zurücktritt. Der 81-jährige Präsident bleibt jedoch fest in seinem Entschluss und zeigt sich selbstbewusst hinsichtlich seiner geistigen Fähigkeiten.
Das Treffen zwischen Jeffries und Biden fand am Donnerstagabend statt, nahe dem Ende des Nato-Gipfels, als Bidens Terminplan besonders dicht gedrängt war. Jeffries erwähnte in seinem Brief, dass die Gespräche mit seinen Parteikollegen vor dem Treffen "offen, klarsichtig und umfassend" gewesen seien. Auffälligerweise vermied Jeffries es, in seinem Schreiben Biden ausdrücklich seine Unterstützung für eine erneute Kandidatur zuzusichern.
Im kommenden November steht mehr als nur die Präsidentschaft auf dem Spiel. Wichtige Sitze im Parlament werden ebenfalls neu vergeben. Das gesamte Repräsentantenhaus wird neu gewählt, und ein Drittel der Senatssitze steht zur Disposition. Die Demokraten fürchten, dass die Republikaner die Kontrolle über beide Kammern im Kongress und das Weiße Haus übernehmen könnten. Einige Parlamentarier sorgen sich, dass die fehlende Unterstützung für Biden ihre eigenen Wiederwahlchancen gefährden könnte.
Nach dem Nato-Gipfel erneuerte Biden in einer Pressekonferenz seine Überzeugung, dass er der "Qualifizierteste" zum Regieren sei. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob er den wachsenden Rückzugsforderungen weiterhin standhalten kann.