In einer brisanten Enthüllung weist das Auswärtige Amt die Verantwortung für den Cyberangriff auf die SPD Spitze eines russischen Militärgeheimdienstes zu. Außenministerin Annalena Baerbock bezichtigte während ihres Besuchs in Australien explizit eine Einheit des GRU, hinter dem Anfang letzten Jahres erfolgten Vorfall zu stehen, und unterstrich die Ernsthaftigkeit der Angelegenheit mit der Ankündigung unweigerlicher Konsequenzen. Zurückliegend im Juni hatte die SPD Öffentlichkeit darüber in Kenntnis gesetzt, dass E-Mail-Konten ihres Parteivorstands von einem Cyberangriff betroffen waren. Zu diesem Zeitpunkt wurde eine noch nicht identifizierte Sicherheitslücke im System des Softwaregiganten Microsoft als Einfallstor für den Angriff benannt. Um möglichen Datenabfluss aus den betroffenen elektronischen Postfächern wurde gefürchtet, wie es seitens einer Sprecherin der Partei kommuniziert wurde. Nach ausführlichen Untersuchungen legte das federführend durch das Auswärtige Amt geleitete Ermittlerteam nun Bericht vor. Laut Baerbock ist der Vorfall zweifelsfrei der Hackergruppe APT28 zuordenbar, welche direkt vom russischen GRU instrumentalisiert werde. Die Außenministerin brandmarkte den Cyberangriff als vollkommen inakzeptabel und versicherte, dass dieser nicht ohne Reaktion seitens der deutschen Regierung bleiben werde. Die politische Dimension dieses Cyberangriffs, die sowohl die innere Sicherheit Deutschlands als auch die internationalen Beziehungen tangiert, wird von der Regierung äußerst ernst genommen und dürfte zu einer weiteren Verschärfung der Spannungen im diplomatischen Verhältnis zwischen Deutschland und Russland beitragen.
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Cyber-Attacke auf SPD: Bundesregierung identifiziert russische Tätergruppe