19. Februar, 2026

Politik

Britischer Außenminister fordert mehr Rüstungsinvestitionen von NATO-Mitgliedern

Britischer Außenminister fordert mehr Rüstungsinvestitionen von NATO-Mitgliedern

In einer kraftvollen Ansprache vor dem NATO-Außenministertreffen richtete der britische Außenminister David Cameron einen Appell an die Verbündeten, die Verteidigungsausgaben zu steigern. Cameron betonte, dass die Ukraine, die derzeit von russischen Streitkräften attackiert wird, der Mitgliedschaft in der atlantischen Allianz näher denn je steht und weiterhin entschiedener Unterstützung bedarf. 'Um den Herausforderungen der global zunehmenden Gefahren gerecht zu werden, insbesondere in Anbetracht der unverminderten russischen Aggression, ist es essenziell, dass alle NATO-Mitglieder ihre Verteidigungsbudgets aufstocken', verkündete Cameron in seiner Mitteilung. Darüber hinaus lud Cameron die Bündnispartner ein, sich an Initiativen zu beteiligen, die darauf abzielen, der Ukraine durch den Erwerb von Marschflugkörpern und zusätzlicher Munition effektiver beizustehen. Diese Maßnahmen sollen die militärischen Kapazitäten der Ukraine stärken und ihren Erfolg im Konflikt sichern. Der britische Außenminister nahm ebenfalls Bezug auf das 75-jährige Jubiläum der NATO und wies auf die gesteigerte Bedeutung des Bündnisses hin, insbesondere nach der Aufnahme Schwedens als neuestes Mitglied. Die NATO, deren Gründung sich am Donnerstag zum 75. Mal jährt, hatte bereits vor einem Jahrzehnt vereinbart, dass jedes Mitglied mindestens zwei Prozent seines Bruttoinlandsprodukts in die Verteidigung investieren soll – eine Zielvorgabe, die Cameron während seiner Amtszeit als britischer Premierminister mittrug. Obschon Großbritannien mit ungefähr 2,2 Prozent des BIP die Zielmarke überschreitet, rief die Stagnation der Ausgaben im neuesten Haushalt auch parteiinterne Kritik hervor. Das bevorstehende Treffen in Brüssel wird den Außenministern der NATO-Länder eine Plattform bieten, um über die Vorbereitungen des nächsten Gipfeltreffens zu beraten, mit besonderem Augenmerk auf die Verstärkung der Unterstützung für die Ukraine.