US-Präsident Joe Biden plant Erleichterungen für bestimmte Migranten, die irregulär in die USA gelangt sind und bestimmte Bedingungen erfüllen. Betroffen sind Menschen, die seit mindestens zehn Jahren in den Vereinigten Staaten leben und mit US-Bürgern verheiratet sind. Biden erklärte, dass der bisherige Prozess für diese Migranten mühsam und riskant sei und oft Familien trenne. Bisher mussten irregulär eingereiste Partner von US-Staatsbürgern das Land verlassen, um von außerhalb eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung, auch als "Greencard" bekannt, zu beantragen. Die neue Regelung, die gegen Ende des Sommers in Kraft treten soll, ermöglicht es diesen Personen, ihren Antrag innerhalb der USA zu stellen und während des Prozesses bei ihren Familien zu bleiben. Zudem sollen sie die Möglichkeit erhalten, einer Arbeit nachzugehen. Präsident Biden betonte ausdrücklich, dass diese Regelung nur rückwirkend gilt und nicht für Neuankömmlinge. Gleichzeitig kündigte Biden auch Erleichterungen für die sogenannten "Dreamer" an. Diese Migranten, die als Kinder mit ihren Eltern irregulär in die USA eingereist sind, haben bisher unter dem Daca-Programm lediglich einen Schutzstatus, ohne die Möglichkeit zur US-Staatsbürgerschaft. Künftig sollen Dreamer leichter Arbeitsgenehmigungen bekommen, wenn sie einen Abschluss an einer US-Hochschule gemacht und ein Angebot von einem US-Arbeitgeber erhalten haben. Biden betonte, dass er die in den USA ausgebildeten Talente im Land behalten wolle, um die Wirtschaft zu stärken. Das Thema Migrationsgesetzgebung sorgt seit Langem für hitzige Debatten in den USA und spielt auch im aktuellen Präsidentschaftswahlkampf eine große Rolle. Erst im Juni hatte Biden die Asylregeln für Migranten, die illegal über die Südgrenze in die USA einreisen, verschärft. Neuankömmlinge, die sich nicht regulär an einem Grenzübergang melden, können seitdem ohne Bearbeitung ihres Asylantrags abgeschoben werden. Mehrere Menschenrechtsorganisationen haben juristische Schritte gegen diese Verschärfung eingeleitet.
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Biden kündigt Erleichterungen für langjährige Migranten an: Ein Hoffnungsschimmer für Familien