07. Juli, 2026

Märkte

Beruhigung in Asiens Börsenszene – Yen-Stärke lässt nach

Beruhigung in Asiens Börsenszene – Yen-Stärke lässt nach

Die asiatischen Börsen verzeichneten am Mittwoch zumeist positive Entwicklungen, nachdem sich die Wall Street erholt hatte und Ängste vor einer US-Rezession relativiert wurden. Allerdings gaben japanische Aktien nach, da erhöhte Volatilität stark gehebelte Positionen belastete.

Der Nikkei-Index sank um 0,6%, was im Vergleich zum massiven Einbruch von 13% am Montag und dem darauffolgenden Aufschwung von 10% am Dienstag moderater ausfiel. Dies nährte die Hoffnung, dass sich die Investoren allmählich stabilisieren. JPMorgan-Analysten prognostizieren in einer Mitteilung, dass der Ausverkauf japanischer Aktien fast vorbei sein könnte und sowohl ausländische als auch private Investoren ihre Nettokäufe für das Jahr neu justiert haben.

Sollte sich der Markt auf dem aktuellen Niveau halten, könnte der GPIF, der staatliche Pensionsfonds Japans, bis Ende September zum Nettokäufer werden. Eine zunehmende Stabilität bei Yen-Carry-Trades, bei denen Investoren Yen zu niedrigen Zinssätzen leihen, um Anlagen mit höheren Renditen zu kaufen, wurde ebenfalls beobachtet.

Der US-Dollar kletterte um 0,2% auf 144,67 Yen, nachdem er am Montag ein Tief von 141,675 Yen erreicht hatte. Damit bleibt er jedoch weit unter seinem Höchststand von 161,96 Yen im Juli. Gegenüber dem sicheren Hafen des Schweizer Frankens stieg der Dollar auf 0,8532.

Ein breiter MSCI-Index für Asien-Pazifik-Aktien außerhalb Japans legte um 0,4% zu, während koreanische Aktien 0,8% hinzugewannen. Nach einem nächtlichen Aufschwung gaben Nasdaq-Futures um 0,1% nach, teilweise aufgrund eines 12-prozentigen Rückgangs des KI-Lieblings Super Micro Computer, der die Gewinnerwartungen verfehlte.

S&P 500-Futures stabilisierten sich nach einem frühen Rückgang, während EUROSTOXX 50-Futures um 0,5% zulegten. FTSE-Futures stiegen um 0,7% und DAX-Futures um 0,3%.

Im Schatten geringerer Sicherheitsbedürfnisse stiegen die Renditen der Staatsanleihen. Zehnjährige US-Staatsanleihen-Renditen kletterten auf 3,908%, weit über dem Tiefststand von 3,667% am Montag. Zweijährige Renditen erholten sich ebenfalls auf 3,997%, nachdem sie auf ein Tief von 3,654% gefallen waren.

Im Rohstoffsektor hielten sich die Goldpreise bei 2.386 US-Dollar pro Unze, unter dem Höchststand der vergangenen Woche von 2.477 US-Dollar. Die Ölpreise blieben aufgrund von Sorgen über die weltweite Nachfrage und das Risiko von Angebotsunterbrechungen im Nahen Osten volatil. Brent-Rohöl sank um 18 Cent auf 76,30 US-Dollar je Barrel, während US-Rohöl um 26 Cent auf 72,94 US-Dollar je Barrel fiel.