28. August, 2026

Politik

Baerbock appelliert nach Attentat auf Trump an Gewaltverzicht im US-Wahlkampf

Baerbock appelliert nach Attentat auf Trump an Gewaltverzicht im US-Wahlkampf

Nach dem Attentat auf den US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump ruft Außenministerin Annalena Baerbock zu einem gewaltfreien Wahlkampf in den USA auf. Sie zeigte sich erfreut darüber, dass sowohl Präsident Joe Biden als auch Donald Trump zur Mäßigung aufgerufen haben. "Dies ist eine Stunde der Besinnung und Abkehr von Gewalt", betonte die Grünen-Politikerin während eines Besuchs in der senegalesischen Hauptstadt Dakar.

Baerbock erinnerte daran, dass Wahlen in Demokratien durch den Stimmzettel und nicht durch Gewalt entschieden werden sollten. Die Nachricht des Attentats habe sie tief getroffen. "Gewalt darf niemals ein Mittel der politischen Auseinandersetzung sein", fügte sie hinzu, und hofft darauf, dass die amerikanische Demokratie diese dunkle Stunde übersteht.

Präsident Biden äußerte in einer Rede die dringende Notwendigkeit, die erhitzte politische Debatte im Land abzukühlen. "Es ist Zeit, sie abzukühlen", mahnte er und betonte die Verantwortung aller, zur Deeskalation beizutragen. Auch Donald Trump äußerte den Wunsch, die politische Spaltung im Land zu überwinden. Er habe seine geplante kämpferische Rede für den Republikaner-Parteitag abgesagt, um zur nationalen Einheit aufzurufen. "Ich will versuchen, das Land zu einen", sagte Trump, wies jedoch darauf hin, dass dies angesichts der tiefgreifenden Spaltung eine schwierige Aufgabe sei.