29. August, 2026

Politik

Ausnahmezustand in Sewastopol nach Raketenangriff auf ukrainische Krim

Ausnahmezustand in Sewastopol nach Raketenangriff auf ukrainische Krim

Die Behörden der von Russland annektierten Hafenstadt Sewastopol haben nach dem jüngsten ukrainischen Raketenangriff, der vier Todesopfer und etwa 150 Verletzte forderte, den Ausnahmezustand verhängt. Gouverneur Michail Raswosschajew erließ ein entsprechendes Dekret, das am Montag von russischen Nachrichtenagenturen veröffentlicht wurde. "Ich verfüge ... auf dem Gebiet der Stadt Sewastopol bis auf weitere Verfügung den Ausnahmezustand zu erklären", heißt es darin.

Offiziellen Angaben zufolge sind 79 Personen nach dem Angriff noch immer im Krankenhaus. Unter den Verletzten befinden sich auch 11 Kinder. Insgesamt sollen 21 Menschen aufgrund der Schwere ihrer Verletzungen zur weiteren Behandlung nach Moskau ausgeflogen werden. Viele Opfer befanden sich zum Zeitpunkt des Angriffs an einem Stadtstrand, als Trümmer der Rakete explodierten. Bemerkenswerterweise gab es keinen Luftalarm, der die Bevölkerung hätte vorwarnen können.

Während das russische Militär zunächst behauptete, die Rakete erfolgreich abgeschossen zu haben, revidierte es diese Aussage später und erklärte, der ukrainische Flugkörper sei zielgerichtet auf Zivilisten abgefeuert worden. Diese Darstellung wird jedoch selbst in russischen Militärblogs teilweise angezweifelt, insbesondere wegen der Nähe zu mehreren militärischen Einrichtungen.

Nach Medienberichten ist der betroffene Strandabschnitt nun für das Baden gesperrt. Der verhängte Ausnahmezustand erlaubt den Behörden, die Verfassungsrechte der Bürger einzuschränken, einschließlich der Bewegungsfreiheit.