28. August, 2026

Politik

Attentat auf Donald Trump: Schockwellen für den US-Wahlkampf

Attentat auf Donald Trump: Schockwellen für den US-Wahlkampf

Ein Attentat auf den republikanischen US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat weltweit Entsetzen ausgelöst und Ängste vor einer Eskalation politischer Gewalt in den USA geweckt. Während einer Wahlkampfrede im Bundesstaat Pennsylvania wurde der 78-Jährige durch einen Schusswaffenangriff am Ohr verletzt.

Der Secret Service teilte mit, dass der Schütze, der von einer erhöhten Position außerhalb des Veranstaltungsortes schoss, von Sicherheitskräften getötet wurde. Ein Zuschauer kam dabei ums Leben, zwei weitere Personen wurden verletzt und befinden sich in kritischem Zustand. Bei den Opfern handelt es sich laut örtlicher Polizei um erwachsene Männer.

Die Bundespolizei FBI identifizierte den Schützen als den 20-jährigen Thomas Matthew Crooks aus der Nähe von Pittsburgh. Medienberichten zufolge konnten Ermittler am Tatort ein Sturmgewehr und später auch Sprengstoff im Auto und Haus des Verdächtigen sicherstellen. Zu den Beweggründen des Täters gibt es bisher keine Informationen.

Trump hatte gerade seine Rede begonnen, als die Schüsse fielen. Sicherheitspersonal schirmte ihn sofort ab. Trotz der Verletzung verließ er kämpferisch mit erhobener Faust die Bühne. Der Veranstaltungsort wurde evakuiert, und Trump erhielt umgehend medizinische Hilfe. Nach einer Untersuchung konnte er das Krankenhaus schon bald wieder verlassen und reiste noch am Abend aus Butler ab.

Die frühere First Lady Melania Trump erklärte, der Täter habe die Menschlichkeit und Leidenschaft ihres Mannes ausradieren wollen. Auch Präsident Joe Biden verurteilte den Angriff scharf und betonte, dass diese Art von Gewalt in Amerika keinen Platz habe. Biden und Trump telefonierten nach dem Vorfall persönlich miteinander.

Vizepräsidentin Kamala Harris warnte vor einer Eskalation der Gewalt und forderte eine gemeinsame Verurteilung der abscheulichen Tat. Zahlreiche hochrangige Politiker beider Parteien, darunter auch Ex-Präsident Barack Obama und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, äußerten ihre Bestürzung und verurteilten die Attacke.

International wurde das Attentat ebenfalls mit Entsetzen aufgenommen. Bundeskanzler Olaf Scholz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bezeichneten den Anschlag als Bedrohung für die Demokratie.

Das US-Justizministerium hatte bereits zu Jahresbeginn einen besorgniserregenden Anstieg von Drohungen gegen Amtsträger und demokratische Institutionen festgestellt. Die politischen Spannungen im Land sind seit der Wahl 2020, die in einem Sturm auf das US-Kapitol gipfelten, stetig gestiegen.