31. August, 2026

Politik

Amsterdam setzt auf Wachstumsgrenzen: Maximal 20 Millionen Hotelübernachtungen pro Jahr

Amsterdam setzt auf Wachstumsgrenzen: Maximal 20 Millionen Hotelübernachtungen pro Jahr

In einem neuerlichen Versuch, den stetigen Anstieg des Tourismus zu regulieren, hat Amsterdam eine Obergrenze für Hotelübernachtungen festgelegt. Ziel ist es, die Zahl auf maximal 20 Millionen pro Jahr zu beschränken. Der Stadtrat hat dies als einen von vielen Schritten zur Kontrolle des Besucherstroms bekannt gegeben.

Die Bestrebungen, den Zustrom an Touristen in geordnete Bahnen zu lenken, sind in der niederländischen Metropole schon seit längerem zu beobachten. Bereits im März vergangenen Jahres versuchte Amsterdam, mittels einer Werbekampagne gezielt britische Männer im Alter zwischen 18 und 35 Jahren anzusprechen und sie davon abzuhalten, die Stadt zu besuchen.

Im Juli wurde bekannt, dass Kreuzfahrtschiffe künftig nicht mehr im Stadtzentrum anlegen dürfen. Um das Zusammenleben von Touristen und Einheimischen im Rotlichtviertel, das häufig von großen, ausgelassenen Touristengruppen heimgesucht wird, zu erleichtern, hat die Stadt strenge Regeln eingeführt, unter anderem im Hinblick auf den Konsum von Marihuana. Weitere Maßnahmen waren das Verbot neuer Geschäfte, die sich ausschließlich an Touristen richten. Doch die Menschenströme nahmen trotz der Restriktionen nicht ab.

Jetzt hat die Stadt, ebenso bekannt für ihre Kanäle und Kunst des 17. Jahrhunderts wie für ihre legalen sexuellen Dienstleistungen und die unkomplizierte Verfügbarkeit von Marihuana, noch einen Schritt weitergegangen: Die Errichtung neuer Hotels wird untersagt. 'Amsterdam sagt 'nein' zu neuen Hotels', verkündete der Stadtrat und erklärte weiter: 'Wir möchten die Stadt sowohl für Einheimische als auch für Besucher lebenswert gestalten und erhalten.'

Amsterdam, das bereits im Rekordjahr 2019 vor der Pandemie 25,2 Millionen Hotelübernachtungen registrierte, setzt nun alles daran, diese Zahl zukünftig zu reduzieren und unter der festgelegten Maximalgrenze zu halten.