24. August, 2026

Politik

Ägypten bekräftigt Ablehnung einer Zwangsvertreibung von Palästinensern

Ägypten bekräftigt Ablehnung einer Zwangsvertreibung von Palästinensern

In einer entschiedenen Stellungnahme hat der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi jegliche Form der Zwangsvertreibung von Palästinensern aus den umkämpften Gebieten in den eigenen Staat zurückgewiesen. In seiner Rede, die landesweit im Fernsehen übertragen wurde, bekräftigte Al-Sisi Ägyptens anhaltende Position, derartige Maßnahmen entschieden abzulehnen und machte deutlich, dass diese Linie seit Beginn des Konflikts im angrenzenden Gaza unverändert sei. Al-Sisi warnte zudem vor den 'katastrophalen Folgen', die eine israelische Militäroffensive in Rafah nach sich ziehen könnte.

Die ägyptische Regierung verfolgt den Konflikt an ihrer Grenze seit nunmehr sechs Monaten mit wachsender Sorge, insbesondere in Hinblick auf mögliche Fluchtbewegungen der Palästinenser. Der Grenzübergang Rafah wird aus Gründen der Sicherheit strikt überwacht, während schätzungsweise 1,5 Millionen Menschen dort bereits Schutz vor den Auseinandersetzungen zwischen der israelischen Armee und der Hamas gesucht haben.

Obwohl die Regierung in Kairo ihre Solidarität mit den Palästinensern betont, unterstützt sie dennoch die Blockade des Gazastreifens durch Israel, was die komplexe diplomatische Lage widerspiegelt. Es sei daran erinnert, dass Ägypten im Jahr 1979 als erster arabischer Staat Frieden mit Israel schloss.

Ein aktuelles Zeichen des inneren Konflikts waren die Festnahmen nach einer Unterstützungsdemonstration für die Frauen im Gazastreifen und Sudan, bei der über ein Dutzend Menschen inhaftiert wurden. Trotz ihres Einsatzes für Frauenrechte und der geforderten Beendigung der Aggression gegen Frauen wurden 17 Demonstranten nach ihrer Freilassung gegen Kaution beschuldigt, Mitglieder einer illegalen Gruppe zu sein und an einer nicht genehmigten Versammlung teilgenommen zu haben.