05. Juli, 2026

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Zwei Sorgenkinder unter den Aktien: Schnäppchen oder Risiko?

Zwei Sorgenkinder unter den Aktien: Schnäppchen oder Risiko?

Wer Aktien von Unternehmen kauft, die auf mehrjährigen Tiefstständen gehandelt werden, muss in der Regel erhebliche Risiken in Kauf nehmen. Schlechte Zukunftsaussichten, schwache Fundamentaldaten oder ein völlig marodes Geschäftsmodell können verschiedene Gründe für den steilen Kursverfall einer Aktie sein. Die negative Stimmung kann ansteckend wirken und einen raschen Kurssturz auslösen.

Zwei besonders besorgniserregende Aktien in diesem Jahr sind Intel und Plug Power. Ihre Bewertungen sind angesichts beunruhigender Finanzergebnisse eingebrochen. Könnten diese Aktien zu ihren aktuellen Preisen Schnäppchen sein, oder sind sie zu risikoreich für einen Kauf?

Für den Chiphersteller Intel war es ein katastrophales Jahr. Die Aktien sind seit Januar um 60 % gefallen, während der S&P 500 um 18 % gestiegen ist. Die Tech-Aktie wird auf einem Niveau gehandelt, das seit 2012 nicht mehr erreicht wurde.

Schnäppchenjäger könnten hier eine Chance sehen, jedoch eine, die mit erheblichen Risiken verbunden ist. Investoren verkaufen Intel-Aktien, da Zweifel an der Fähigkeit des Unternehmens bestehen, im Chipmarkt profitabel zu konkurrieren. Nicht nur das Ergebnis ist in den letzten Jahren in die falsche Richtung gegangen, auch der Cashflow hat sich verschlechtert.

Die Situation verschlimmerte sich so sehr, dass das Management im August die Dividende aussetzte. Es geht nicht nur um Kostensenkungen, sondern auch um die generelle Wettbewerbsfähigkeit von Intel. Das japanische Unternehmen SoftBank plante ursprünglich, einen KI-Chip mit Intel zu produzieren, entschied sich jedoch letztlich dagegen, da Intel nicht die erforderlichen Voraussetzungen erfüllte.

Investoren, die in Intel-Aktien investieren, setzen darauf, dass das Unternehmen die Wende schafft – eine Aufgabe, die alles andere als einfach ist. Ein vorsichtiger Ansatz könnte für Investoren ratsamer sein, da Intel möglicherweise noch vor weiteren Herausforderungen steht.

Eine weitere Aktie, die für konträre Investoren interessant sein könnte, ist die von Plug Power, einem Unternehmen für Wasserstoff-Brennstoffzellen. Die Aktien sind um mehr als 50 % gefallen und haben ein mehrjähriges Tief erreicht. Das letzte Mal, dass diese einst heiße Meme-Aktie auf einem niedrigeren Niveau gehandelt wurde, war 2019.

Die Investition in grüne Energieaktien mag auf lange Sicht sinnvoll erscheinen, birgt jedoch Risiken. Nicht jedes Unternehmen im Bereich grüner Energielösungen wird überleben, und es ist auch umstritten, welche Energieart bei den Verbrauchern langfristig bevorzugt wird. Besonders Wasserstoff steht in der Kritik, manche Experten glauben, dass es noch Jahrzehnte dauern könnte, bis er eine erschwingliche und praktikable Alternative zu Öl ist.

Das schafft eine unsichere Situation für Plug Power und trübt die langfristigen Wachstumsaussichten des Unternehmens. Kurzfristig gibt es ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Liquidität. In den letzten 12 Monaten machte Plug Power operative Verluste von über 1,1 Milliarden Dollar und verbrauchte 904 Millionen Dollar an Barmitteln für den laufenden Betrieb. Zum Ende Juni berichtete das Unternehmen lediglich 62,4 Millionen Dollar an liquiden Mitteln.

Plug Power könnte ohne kontinuierliche Kapitalerhöhungen durch Aktienemissionen nicht überleben. Für Investoren ist die Gefahr der Verwässerung erheblich und in Kombination mit einer fragwürdigen Zukunft ist klar, dass diese Aktie für die meisten Portfolios keine geeignete Option ist. Es gibt sicherere und bessere Wachstumsaktien zu kaufen.