04. Juli, 2026

Märkte

Wiener Börse: Immobilienwerte führen zu deutlichen Verlusten

Wiener Börse: Immobilienwerte führen zu deutlichen Verlusten

Die Wiener Börse verzeichnete am Dienstag bedeutende Verluste und beendete eine siebentägige Gewinnserie. Der ATX fiel um 2,26 Prozent und schloss mit 3.651,56 Punkten, einem Level, das zuletzt Mitte August erreicht wurde. Parallel sank der ATX Prime um 2,14 Prozent auf 1.822,94 Punkte.

Im Zentrum der Aufmerksamkeit standen insbesondere die Immobilienwerte. Die Aktien von Immofinanz fielen im späten Handel um satte 11,1 Prozent. Hintergrund dieser starken Kursverluste war die Meldung, dass der Immobilienkonzern einen weiteren Schritt zum Ausschluss der Minderheitsaktionäre seiner Tochtergesellschaft s Immo gemacht hat. Ein Bewertungsgutachten von PwC Advisory Services legte eine Barabfindung von 22,05 Euro pro Aktie nahe. Immofinanz hält gemeinsam mit der Muttergesellschaft CPI Property Group sowie den von s Immo selbst gehaltenen Aktien über 92 Prozent der Anteile.

Die Aktien von s Immo reagierten prompt auf diese Nachrichten und gingen um 1,8 Prozent auf 22,50 Euro zurück. Auch die Werte von CA Immo zeigten sich stark im Minus und verloren 9,8 Prozent.

Während diese negativen Entwicklungen die Börse belasteten, konnten einige Einzelwerte dennoch zulegen. Die Aktien von Pierer Mobility stiegen um 1,7 Prozent, nachdem das Unternehmen Gottfried Neumeister als neuen Co-Chef neben Stefan Pierer seit dem 1. September benannt hatte.

Analystenstimmen beeinflussten ebenfalls die Marktbewegungen. Die UBS hob ihre Bewertung für die Aktien der OMV von 'Neutral' auf 'Buy' an und erhöhte das Kursziel von 41 auf 45 Euro. Trotz dieser positiven Einschätzung sanken die OMV-Aktien um 0,9 Prozent auf 38,82 Euro, was auf stark fallende Ölpreise zurückzuführen war.

Weitere Analystenkommentare kamen von der Erste Group, die ihr Kursziel für die Aktien von Schoeller-Bleckmann Oilfield (SBO) von 71,80 auf 58,50 Euro senkte, jedoch die 'Buy'-Empfehlung beibehielt. Die SBO-Aktie ging daraufhin um 1,9 Prozent auf 31,65 Euro zurück.

Auch der Flughafen Wien stand im Mittelpunkt der Analysten. Hier hob die Erste Group das Kursziel von 57,5 auf 60,6 Euro an und behielt die 'Accumulate'-Empfehlung bei. Der Aktienkurs blieb jedoch unverändert bei 55,00 Euro.