28. Juli, 2026

Politik

Verteidigungsminister Pistorius stärkt moldauische Verteidigungsfähigkeiten

Verteidigungsminister Pistorius stärkt moldauische Verteidigungsfähigkeiten

Verteidigungsminister Boris Pistorius setzt seine Reise für Unterstützungsmaßnahmen gegen die russische Bedrohung in der kleinen ukrainischen Nachbarrepublik Moldau fort. In der Hauptstadt Chisinau wurde der SPD-Politiker am Freitag von seinem moldauischen Amtskollegen Anatolie Nosatii mit militärischen Ehren willkommen geheißen. Danach wurde Pistorius in einer Kaserne vorgestellt, welche deutschen Entwicklungsprojekte umgesetzt wurden, um Moldau widerstandsfähiger gegen Destabilisierungsversuche aus Moskau zu machen.

Zu den Vorführungen gehörten auch mehrere geschützte Transportfahrzeuge, deren Finanzierung Deutschland übernommen hat. Zudem stellte die Bundesregierung Sanitätsausrüstung zur Verfügung, um die medizinische Versorgung in Moldau zu verbessern.

Die proeuropäische Präsidentin Moldaus, Maia Sandu, verfolgt ambitionierte Ziele, die Anbindung ihres Landes an die EU voranzutreiben. Moldau besitzt seit etwa zwei Jahren den Status eines EU-Beitrittskandidaten. Trotz dieser Annäherung bleibt der russische Einfluss in der von Armut geprägten Ex-Sowjetrepublik mit rund 2,5 Millionen Einwohnern bedeutend, insbesondere in der separatistischen Region Transnistrien, wo seit den 1990er Jahren russische Soldaten stationiert sind. Angesichts des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine besteht die Sorge, dass Moskau Unruhen in Moldau nutzen könnte, um die Lage eskalieren zu lassen.