Verizon Communications befindet sich in fortgeschrittenen Verhandlungen zur Übernahme des Telekommunikationsrivalen Frontier Communications Parent. Laut einer informierten Person, die anonym bleibt, könnte der reine Barverkauf bereits am Donnerstag bekannt gegeben werden. Frontier lehnte eine Stellungnahme ab, während Verizon auf eine Anfrage zur Kommentierung nicht sofort reagierte. Die Gespräche wurden erstmals vom Wall Street Journal gemeldet. Die Aktien von Frontier schossen um bis zu 38 % auf 38,62 Dollar in die Höhe, was das größte Plus seit dem Bankrott im Jahr 2021 darstellt. Damit erreicht das Unternehmen einen Marktwert von 9,3 Milliarden Dollar. Frontier, mit Sitz in Dallas, positioniert sich als größter reiner Glasfaser-Internetanbieter in den USA und meldete 2023 Verkäufe von 5,8 Milliarden Dollar, wobei rund 52 % der Gesamteinnahmen aus Glasfaserprodukten stammen. Da die Nachfrage nach Daten kontinuierlich wächst, erweitern Telekommunikationsanbieter ihre Breitbandangebote. So kündigte T-Mobile an, 4,9 Milliarden Dollar in ein Joint Venture mit der Private-Equity-Firma KKR & Co. zu investieren, um den Glasfaser-Internetanbieter Metronet zu erwerben. Sowmyanarayan Sampath, Leiter der Verbrauchersparte von Verizon, betonte auf einer Konferenz der Bank of America, dass das Unternehmen seit 20 Jahren Internetzugang über Glasfaserkabel anbietet und darauf weiter aufbauen werde. "Wir mögen diesen Bereich und glauben, dass das Geschäft gut ist", sagte er. Bereits 2015 verkaufte Verizon Teile ihres Festnetztelefoniegeschäfts in Kalifornien, Florida und Texas für 10,54 Milliarden Dollar an Frontier. Nach einem späteren Bankrott tauchte Frontier 2021 mit rund 11 Milliarden Dollar weniger Schulden wieder auf. Frontier führte Anfang des Jahres eine interne Überprüfung seines Geschäfts durch und sieht sich seitdem dem Druck des aktivistischen Investors Jana Partners ausgesetzt, seine Renditen zu verbessern.
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Verizon steht kurz vor Übernahme von Frontier Communications