12. Juli, 2026

Politik

USA versichern Ukraine anhaltende Unterstützung mit neuem Militärpaket

USA versichern Ukraine anhaltende Unterstützung mit neuem Militärpaket

US-Präsident Joe Biden hat sich bei einem Treffen in Paris für die monatelange Verzögerung der Waffenlieferungen an die Ukraine bei seinem Kollegen Wolodymyr Selenskyj entschuldigt. Mit einem neuen Militärpaket im Umfang von 225 Millionen Dollar kündigte Biden zugleich an, dass Amerika die Ukraine weiterhin unterstützen werde. Der politisch motivierte Stopp der Hilfen sei nun überwunden, und die USA stünden fest an der Seite Kiews, so Biden.

Eine Gruppe konservativer US-Abgeordneter hatte das Hilfspaket zuvor im Parlament blockiert, doch inzwischen wurde ein neues Milliardenbudget freigegeben. Die Ukraine erlitt während der Lieferpause einige Rückschläge, kämpft sich aber seither mit frischen Lieferungen von Waffen und Munition zurück. Die USA haben seit Kriegsbeginn militärische Hilfe in Höhe von über 51 Milliarden Dollar bereitgestellt oder zugesagt und sehen sich als wesentlichster Verbündeter Kiews.

Das neue Paket umfasst Raketen für Hawk-Flugabwehrsysteme, Himars-Mehrfachraketenwerfer, Stinger-Flugabwehrraketen sowie Artilleriemunition. Der Fokus liege dabei auf der Stärkung der Luftabwehr der Ukraine. Die Mittel stammen aus Beständen des US-Militärs, um die Lieferung zu beschleunigen.

Biden würdigte den Kampfgeist der Ukrainer, insbesondere die Verteidigung der Stadt Charkiw. Die jüngsten Entscheidungen der USA, den Einsatz von amerikanischen Waffen zu erlauben, hätten laut Selenskyj positive Auswirkungen gehabt. Biden und Selenskyj nehmen im Rahmen ihres Aufenthalts in Frankreich an Gedenkfeiern zur Landung der Alliierten in der Normandie teil.

Selenskyj dankte den USA für die bedeutende Unterstützung und verglich diese mit dem historischen Einsatz Amerikas im Zweiten Weltkrieg. Er betonte, wie wichtig die moralische Unterstützung der Amerikaner für das ukrainische Volk sei. Treffen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron stehen ebenfalls auf der Agenda der beiden Staatsoberhäupter, wobei Biden am Samstag als Staatsgast von Macron empfangen wird.