17. Juli, 2026

Politik

USA signalisiert Anpassungsbereitschaft bezüglich Waffenlieferungen an Ukraine

USA signalisiert Anpassungsbereitschaft bezüglich Waffenlieferungen an Ukraine

Inmitten der anhaltenden Diskussion über den Einsatz westlicher Waffen durch die Ukraine gegen militärische Ziele in Russland hat der US-Außenminister Antony Blinken angedeutet, dass die Vereinigten Staaten in ihrer Unterstützung flexibel bleiben könnten. Blinken betonte während eines Aufenthalts in Moldau, dass die US-Regierung ihre Hilfe für die Ukraine stets an die sich verändernden Bedingungen angepasst habe und dies auch weiterhin tun werde.

Auf einer Pressekonferenz in Chisinau wurde Blinken gefragt, ob US-Präsident Joe Biden die bestehenden Beschränkungen aufheben könnte. Blinken stellte klar, dass die US-Regierung Angriffe mit US-Waffen außerhalb der Ukraine weder ermöglicht noch dazu ermutigt habe. "Die Ukraine muss selbst entscheiden, wie sie sich am besten verteidigen kann", sagte Blinken. "Wir werden dafür sorgen, dass sie die erforderliche Ausrüstung erhält."

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte bereits am Dienstag signalisiert, dass die Ukraine militärische Stellungen auf russischem Territorium mit westlichen Waffen angreifen dürfe. Die Forderung nach einer Lockerung der Beschränkungen war auch von NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg unterstützt worden.

Trotz dieser Entwicklungen hat die US-Regierung ihre Position bisher nicht offiziell verändert. John Kirby, Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats, betonte: "Es gibt keine Änderung unserer Politik: Wir ermutigen weder den Einsatz noch ermöglichen den Einsatz von US-Waffen auf russischem Boden." Gleichzeitig unterstrich Kirby, dass die USA ihre Unterstützung immer an die Bedürfnisse der Ukraine angepasst hätten und dies auch künftig tun werden.

Ein Bericht der "New York Times" hatte kürzlich behauptet, Blinken werbe innerhalb der Regierung dafür, den Einsatz von US-Waffen gegen Ziele innerhalb Russlands zu erlauben. Das Außenministerium wollte diesen Bericht nicht kommentieren.