Die Kurse von US-Staatsanleihen erlitten am Dienstag einen Rückgang. Der Terminkontrakt für zehnjährige Papiere, bekannt als T-Note-Future, verlor 0,28 Prozent und schloss bei 113,85 Punkten. In umgekehrter Bewegung stieg die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen auf 3,85 Prozent. Dieser Rückgang wurde durch besser als erwartete Konjunkturdaten verursacht. In den USA hat sich die Stimmung der Verbraucher im August erneut aufgehellt. Der Indikator für das Konsumklima des Marktforschungsinstituts Conference Board stieg zum zweiten Mal in Folge und überraschte positiv. Diese Entwicklung stärkt die Risikofreude der Anleger und mindert die Attraktivität von festverzinslichen Wertpapieren. Spürbar haben die Renditen für US-Anleihen mittlerweile den Rückschlag vom vergangenen Freitag wieder wettgemacht. Zuletzt hatte ein eindeutiger Hinweis von US-Notenbankpräsident Jerome Powell auf eine mögliche Zinssenkung im September zeitweise für deutliche Rückgänge bei den Renditen gesorgt. Auch Mary Daly, ein Mitglied der US-Notenbank, bekräftigte die Möglichkeit von Zinssenkungen. Die Präsidentin der regionalen Notenbank von San Francisco äußerte sich dazu im Fernsehsender Bloomberg TV. Sie hält es für angemessen, die Zinsen in einem 'normalen Rhythmus' zu senken. Analysten interpretieren dies als wahrscheinliche Senkung um 0,25 Prozentpunkte, während zuvor sogar eine Reduktion um 0,50 Prozentpunkte im Gespräch gewesen war. Die Experten der Dekabank richten den Fokus eher auf bevorstehende Konjunkturdaten, die vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed Mitte September präsentiert werden. Vor allem die ISM-Indizes für die Stimmung der Einkaufsmanager und der US-Arbeitsmarktbericht für August stehen im Hauptinteresse. In diesem Kontext erwarten die Dekabank-Analysten, dass die Renditebewegungen in den kommenden Handelstagen begrenzt bleiben dürften.
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US-Staatsanleihen: Tatsächlich besser als gehofft?