Vor den mit Spannung erwarteten Quartalszahlen von Nvidia zeigten sich US-Aktien am Mittwoch uneinheitlich. Der techniklastige Nasdaq-100 verzeichnete einen Rückgang von 1,05 Prozent und schloss bei 19.376,81 Punkten. Im Gegensatz dazu stieg der Dow Jones Industrial um 0,13 Prozent auf 41.304,20 Punkte und setzte seinen aufwärts gerichteten Trend fort, nachdem er am Montag ein Rekordhoch von 41.420 Punkten erreicht hatte. Der breit gefasste S&P 500 gab um 0,35 Prozent nach und endete bei 5.605,96 Zählern.
Im Vorfeld der Zahlenpräsentation verlor Nvidia 2,6 Prozent an Wert und pendelte um die Marke von 125 Dollar. Das Rekordhoch bei knapp unter 141 Dollar bleibt jedoch in greifbarer Nähe. Nvidia ist aktuell nach Apple das wertvollste Unternehmen in den USA, vor Microsoft, und steht sinnbildlich für den Hype um Künstliche Intelligenz (KI). Der immense Börsenwert von Nvidia hat das Potenzial, weltweit auch außerhalb des Technologiesektors die Märkte zu beeinflussen.
Chipwerte standen insgesamt unter Druck, insbesondere nach schlechten Nachrichten von Super Micro. Der Spezialist für Rechenzentren und Cloud Computing verschiebt die Vorlage seines Jahresberichts, was zu einem Einbruch der Aktien um 25 Prozent führte. Zuvor hatten Kurzverkäufer das Unternehmen ins Visier genommen, was bereits für Kursverluste sorgte.
Eine bedeutende Marke wurde von Berkshire Hathaway erreicht: Als erstes US-Unternehmen außerhalb des Technologiesektors überschritt es die Schwelle von einer Billion US-Dollar Marktkapitalisierung. Die im S&P 500 notierten B-Aktien der Holding von Warren Buffett stiegen um 1,1 Prozent auf etwa 466 Dollar, während die A-Aktien eine ähnliche Performance zeigten.
Auch im Einzelhandelssektor gab es erhebliche Kursbewegungen. So übertraf Foot Locker zwar die Umsatzerwartungen des zweiten Quartals und bestätigte die Jahresziele, was jedoch die Investoren nicht überzeugte, da sie eine Erhöhung der Jahresziele erwartet hatten. Der Kurs fiel um 12,4 Prozent. Die Aktie hatte seit den Tiefstständen Ende Juli zugelegt, jedoch das Jahreshoch vom Februar verfehlt.
Für Abercrombie & Fitch ging es um mehr als 17 Prozent nach unten. Obwohl die Geschäftszahlen besser als erwartet ausfielen, reichten sie nicht aus, um als Kurstreiber zu fungieren. Die Aktie hatte sich seit Mai des Vorjahres mehr als versechsfacht.
Im Gegensatz dazu legten die Aktien von Nordstrom nach besser als erwarteten Ergebnissen im zweiten Quartal um fast 7 Prozent zu. Die Kaufhauskette gab zudem eine optimistischere Prognose für das Gesamtjahr ab, was auch auf den Einzelhändler Kohl's zutraf, dessen Aktien um 6,4 Prozent stiegen.