28. Juli, 2026

Politik

UNRWA-Unterkünfte in Rafah evakuiert: Humanitäre Krise im Gazastreifen verschärft sich

UNRWA-Unterkünfte in Rafah evakuiert: Humanitäre Krise im Gazastreifen verschärft sich

Die Unterkünfte des UN-Palästinenserhilfswerks UNRWA in Rafah, im südlichen Gazastreifen, stehen leer. Dies gab die Organisation bekannt und vermerkte, dass Tausende Familien aufgrund der israelischen Militäroperationen zur Flucht gezwungen wurden. Die Anzahl der Binnenflüchtlinge in Chan Junis und im zentralen Gazastreifen wird auf 1,7 Millionen geschätzt. Der Gazastreifen, ein Gebiet mit etwa 2,2 Millionen Einwohnern, sieht sich einer zunehmenden humanitären Notlage ausgesetzt. Die UN-Organisation forderte eine sofortige Waffenruhe, da es keinen sicheren Ort mehr im Gazastreifen gebe.

Die israelische Armee begann vor fast einem Monat mit der Räumung Rafahs, um gegen die Hamas vorzugehen. Viele Zivilisten suchten Schutz in UN-Unterkünften, doch schätzungsweise eine Million Menschen sind inzwischen aus Rafah geflohen.

Die USA und Deutschland haben Israel mehrfach vor großangelegten Bodenoffensiven gewarnt. US-Präsident Joe Biden machte seine Position unmissverständlich klar: Ein Einmarsch ohne Evakuierung der Zivilisten sei inakzeptabel. Israels Hauptziel bleibt die Zerschlagung der letzten Hamas-Bataillone in Rafah, die in einem umfassenden Tunnelnetzwerk operieren.