Die Wiener Börse hat den Handel am Donnerstag erfreulich abgeschlossen. Der ATX legte um 0,48 Prozent zu und erreichte 3.644,68 Punkte. Dies erfolgte nach zwei Tagen offensichtlicher Verluste des Leitindex. Besonders bemerkenswert ist dies angesichts der traditionell schwachen Performance im September, der als der schwächste Börsenmonat des Jahres gilt. Im Gegensatz dazu verzeichneten die meisten europäischen Leitbörsen Verluste. Vor der Veröffentlichung des monatlichen US-Arbeitsmarktberichts am Freitag verhielten sich Anleger vorsichtig und abwartend. Der Ausgang dieser wirtschaftlichen Kennzahl sorgt für Spannung, da er Hinweise auf die zukünftige US-Zinspolitik geben könnte. Ein zu starker Arbeitsmarkt könnte nur langsame Zinssenkungen nach sich ziehen, während ein schwacher Arbeitsmarktbericht Konjunktursorgen aufkommen lassen würde. In Wien stand insbesondere Zumtobel im Fokus. Der Leuchtenhersteller aus Vorarlberg konnte auf Unternehmensebene beeindruckende Ergebnisse des ersten Quartals präsentieren. Sowohl Umsatz als auch Gewinn stiegen erheblich, letzterer um fast ein Drittel. Diese positiven operativen Ergebnisse übertrafen die Erwartungen der Erste Group, was die Zumtobel-Aktien um 3,4 Prozent in die Höhe schnellen ließ. Die Papiere von OMV zeigten sich nach einer Herabstufung etwas angeschlagen und schlossen mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 38,82 Euro. Analysten der Erste Group senkten ihre Empfehlung für die Aktien des Öl- und Gasriesen von "Buy" auf "Hold" und korrigierten das Kursziel aufgrund reduzierter Schätzungen für Rohölpreise und Raffineriemargen von 52,50 auf 39,70 Euro. Bei den Banken verzeichneten die Bawag einen Anstieg von 3,5 Prozent. Auch die Erste Group legte um 0,3 Prozent zu, während Raiffeisen Bank International ein Plus von 1,6 Prozent verbuchte. Im Technologiebereich konnten sich die AT&S-Anteilsscheine um 3,6 Prozent verbessern. Dagegen standen Immofinanz unter Druck und verloren 2,7 Prozent. Bereits an den vorhergehenden zwei Tagen mussten die Titel des Immobilienkonzerns Einbrüche von insgesamt fast 20 Prozent verzeichnen. Die Analysten der Erste Group wiesen auf die jüngsten volatilen Bewegungen der Aktie hin. Zudem befindet sich Immofinanz aktuell in Verhandlungen über den Erwerb weiterer Anteile an S Immo.
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Überraschungen in Wien: ATX beendet den Handelstag mit Gewinnen