06. Juli, 2026

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Sweetgreen-Aktie: Lohnt sich jetzt der Kauf?

Sweetgreen-Aktie: Lohnt sich jetzt der Kauf?

Die Aktiengeschichte von Sweetgreen, seit ihrem Börsengang am 18. November 2021, gleicht einer Achterbahnfahrt. Ursprünglich bei 28 USD emittiert, starteten die Papiere mit einem Sprung auf 52 USD und erreichten am Folgetag das Rekordhoch von 53 USD. Der rasant wachsende Fast-Casual-Restaurantbetreiber zog zahlreiche Anleger in seinen Bann, insbesondere in einem Marktumfeld, das stark auf Wachstumswerte setzte. Doch der Enthusiasmus wurde getrübt: Am 27. März 2023 fiel die Aktie auf das Allzeittief von 6,31 USD. Faktoren wie sinkende vergleichbare Umsätze, steigende Verluste und erhöhte Zinsen setzten den Bewertungen zu. Auch die Inflation belastete das Geschäftsumfeld durch höhere Rohstoff- und Arbeitskosten. Seitdem hat sich die Aktie erholt und notiert derzeit bei etwa 37 USD. Diese Wiederauferstehung verdankt Sweetgreen stabilisierenden Umsatzzahlen, verbesserten Margen und reduzierten Verlusten. Anleger fragen sich nun, ob der richtige Zeitpunkt zum Kauf, Verkauf oder Halten der Aktie gekommen ist. Sweetgreen bietet individuell gestaltbare Salate und warme Schüsselgerichte an. Das Unternehmen wurde 2006 von drei Abgängern der Georgetown University gegründet: Nicolas Jammet, Nathaniel Ru und Jonathan Neman. Bereits 2007 eröffnete das erste Restaurant in Washington, D.C. Sweetgreen zog erhebliche Investorengelder an und wuchs bis zu ihrem Börsengang auf 130 Standorte in 13 Staaten. Rund 1,35 Millionen Kunden werden bedient, wobei mehr als zwei Drittel des Umsatzes digital generiert werden. Alle Filialen werden vom Unternehmen selbst betrieben, Franchise-Modelle gibt es nicht. Sweetgreens Konzept eines gesünderen Fast-Casual-Essens und schnellen Wachstums mit starkem Digitalvertrieb erinnerten viele Anleger an Chipotle, wodurch der Kurs nach dem Börsengang zunächst stark stieg. Die Pandemie brachte 2020 eine vorübergehende Verlangsamung: Die Restaurants mussten zeitweise schließen. Doch danach wurden kontinuierlich neue Standorte eröffnet und die Umsätze stiegen. Allerdings stagnierte später das Umsatzwachstum je Filiale und der Anteil digitaler Bestellungen verringerte sich, was Zweifel an der reinen Wachstumsstrategie durch Neueröffnungen schürte. Für 2024 rechnet Sweetgreen mit einem Umsatzwachstum von 15-16% auf 670-680 Millionen USD und plant die Eröffnung von 24-26 neuen Standorten. Diese Prognose zeigt, dass das Wachstumspotenzial noch nicht ausgeschöpft ist. Zwar ist Sweetgreen noch nicht profitabel, jedoch haben sich seit dem Börsengang die Margen auf Restaurant-, Betriebs- und Nettoebene sowie das bereinigte EBITDA deutlich verbessert. Zur Abfederung höherer Kosten wurden die Menüpreise erhöht, das Verwaltungsteam verkleinert und die Küchen automatisiert. Auch 2024 erwartet Sweetgreen eine weitere Margenverbesserung und ein positives EBITDA von 16-19 Millionen USD bei einer Marge von etwa 3%. Analysten prognostizieren ein jährliches Umsatzwachstum von 17% bis 2026 und eine mehr als dreifache Steigerung des EBITDA im gleichen Zeitraum. Mit einer Enterprise Value von 4,1 Milliarden USD und einem Umsatzmultiplikator von 6 ähnelt die Bewertung der von Chipotle, welches ebenfalls stabile Gewinne erwirtschaftet. Solange sich die genannten positiven Trends fortsetzen, könnte Sweetgreen eine lohnende langfristige Investition darstellen. Dennoch empfiehlt es sich, Aktienpositionen schrittweise aufzubauen, da der Kurs weiterhin volatil sein könnte.