27. Juli, 2026

Politik

Spannung vor Ukraine-Friedenskonferenz: Wichtige Staaten noch unentschlossen

Spannung vor Ukraine-Friedenskonferenz: Wichtige Staaten noch unentschlossen

Die angekündigte Ukraine-Friedenskonferenz in der Schweiz könnte einen wesentlichen Wendepunkt in den aktuellen Konfliktbemühungen darstellen – und dennoch, die Teilnahme wichtiger internationaler Akteure bleibt fraglich. Der Vorsitzende der SPD, Lars Klingbeil, betont die signifikante Rolle von China, einem der wichtigsten Bündnispartner Russlands, für den Erfolg der Konferenz. Nicht nur China, auch die Anwesenheit von Indien, Brasilien und Südafrika sei von großer Tragweite, da diese Länder ihren Einfluss auf Russland geltend machen könnten und so zu einer möglichen Konfliktlösung beitragen könnten.

Die Schweiz plant, am 15. und 16. Juni ein internationales Forum zu beherbergen, mit dem Ziel, einen langfristigen Frieden in der Ukraine zu fördern. Während über 160 Länder eingeladen wurden und bereits mehr als 50 ihre Teilnahme bestätigt haben, bleibt die Zusage aus Peking bisher aus. Im Rahmen ihres Berlin-Besuchs unterstrich die Schweizer Bundespräsidentin Viola Amherd die Bedeutung von Chinas Beistand. Obgleich Russland selbst keine Einladung zu den Gesprächen erhalten hat, ist die Ukraine geladen und wird an den Verhandlungen teilnehmen.

Klingbeil mahnt zur Realitätstreue hinsichtlich der Erwartungen an die Friedensgespräche und verweist auf ihre Bedeutung als Zeichen an den russischen Präsidenten Putin sowie auf ihre Funktion als Bestandteil eines fortschreitenden Dialogs. Er betont, dass das Zusammenkommen relevanter Gesprächspartner bereits an sich ein Erfolg sei, auch wenn die Konferenz voraussichtlich keinen sofortigen Wendepunkt darstellen werde. Dennoch: Ein Rückschlag wäre es, sollten entscheidende Länder fernbleiben, um ihre Standpunkte in die Waagschale zu werfen und auf mögliche Wege zum Frieden hinzuwirken.