27. Juli, 2026

Politik

Schweden erhöht militärische Unterstützung für die Ukraine signifikant

Schweden erhöht militärische Unterstützung für die Ukraine signifikant

Schweden hat bekanntgegeben, der Ukraine ihr bisher umfangreichstes Militärhilfspaket im Wert von 13,3 Milliarden schwedischen Kronen (etwa 1,16 Milliarden Euro) zu gewähren. Der Fokus der Unterstützung liegt auf der Stärkung der ukrainischen Luftverteidigung, wie die schwedische Regierung am Mittwoch mitteilte. Das Paket umfasst diverse militärische Ressourcen, einschließlich Flugzeugen und gepanzerten Mannschaftstransportern.

"Die Ukraine benötigt dringend eine Verstärkung ihrer Luftverteidigung", betonte Verteidigungsminister Pål Jonson während einer Pressekonferenz. Dieses 16. Hilfspaket ist fast doppelt so groß wie das letzte und beinhaltet zwei Radaraufklärungs- und Führungsflugzeuge des Typs ASC 890. Diese Flugzeuge haben laut Jonson "die derzeit größte Auswirkung auf die ukrainische Luftverteidigung", da sie die zugesagten F-16-Kampfjets der USA optimal ergänzen und verstärken sollen. Die Einführung der schwedischen Flugzeuge ist geplant, sobald die Ukraine ebenfalls F-16-Jets erhält.

Darüber hinaus wird Schweden seinen gesamten Bestand an gepanzerten Mannschaftstransportern 302 (APC 302) zur Verfügung stellen, um den Aufbau neuer ukrainischer Armeebrigaden zu unterstützen. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges im Februar 2022 hat Schweden insgesamt Militärhilfe im Wert von 43,5 Milliarden schwedischen Kronen (ca. 3,78 Milliarden Euro) an die Ukraine geliefert.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bedankte sich über die Plattform X bei Schweden. Er erklärte, die Unterstützung sei essenziell für die Verteidigung und Widerstandsfähigkeit der Ukraine. "Es ist auch wichtig, dass die schwedische Hilfe nicht nur ukrainische Leben rettet, sondern auch langfristig Frieden und Sicherheit in Europa fördert", schrieb Selenskyj. Abschließend betonte er: "Gemeinsam werden wir unsere gemeinsamen Werte verteidigen und sicherstellen, dass der Aggressor zur Rechenschaft gezogen wird."