02. Juli, 2026

Politik

Polizei begrüßt verschärfte Grenzkontrollen: Unterstützung für Faesers Initiative

Polizei begrüßt verschärfte Grenzkontrollen: Unterstützung für Faesers Initiative

Die Ankündigung von Bundesinnenministerin Nancy Faeser, die Grenzkontrollen in Deutschland auszuweiten, stößt auf breite Unterstützung seitens der Polizeigewerkschaften. Insbesondere der für die Bundespolizei zuständige Vizevorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Heiko Teggatz, hält diese Maßnahme für längst überfällig. Teggatz betont, dass dies ein kluger Schritt sei, der auch den Druck auf die Koalition erhöhe und ein starkes Signal an die europäischen Nachbarstaaten sende.

Jochen Kopelke, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), pflichtet bei. Er unterstreicht, dass die Kontrollen deutschlandweit aufrechterhalten werden müssen, um die Situation im Land zu beruhigen und zu lösen.

Teggatz zeigt sich überzeugt, dass die Bundespolizei gut vorbereitet ist. Er erklärt: 'Wir haben ausreichend Kräfte und können das aus dem Alltagsgeschäft heraus stemmen.' Darüber hinaus sieht er keine gravierenden Auswirkungen auf den Verkehr durch die stichprobenartigen Kontrollen und Schleierfahndungen.

GdP-Vorsitzender Kopelke bemerkt jedoch, dass zusätzlich zur Technik eine personelle Verstärkung nötig sei, um die Maßnahmen langfristig durchzuhalten. Eine Sonder-Innenministerkonferenz zur Aufgabenverteilung und gemeinsamen Lagebewältigung sei unumgänglich, fügt er hinzu.

Am Montag hatte Faeser sechs Monate andauernde Kontrollen an allen deutschen Landgrenzen angekündigt, die ab dem 16. September beginnen sollen. Ziel ist es, die Zahl unerlaubter Einreisen zu reduzieren. Außerdem wurde ein Modell für europarechtskonforme und effektive Zurückweisungen entwickelt.