21. Juli, 2026

Politik

Politisches Tauziehen: Sunak in der Kritik nach vorzeitigem D-Day-Abgang

Politisches Tauziehen: Sunak in der Kritik nach vorzeitigem D-Day-Abgang

Die Entscheidung des britischen Premierministers Rishi Sunak, die D-Day-Gedenkfeierlichkeiten in der Normandie vorzeitig zu verlassen, verbreitet weiterhin Unruhe im britischen Wahlkampf. Arbeitsminister Mel Stride trat am Sonntag öffentlich auf, um Sunak gegen die anhaltenden Vorwürfe zu verteidigen und sprach sich vehement dagegen aus, den Parteivorsitz der Konservativen angesichts diverser Missgeschicke während des Wahlkampfes in andere Hände zu legen.

Anlässlich des 80. Jahrestages der Landung alliierter Truppen in der Normandie fand eine Veranstaltung zur Ehrung dieser historischen Begebenheit statt. Premierminister Sunak nahm an der britischen Zeremonie teil, verzichtete jedoch auf die internationale Gedenkveranstaltung, die unter anderem US-Präsident Joe Biden beiwohnte. Stattdessen kehrte Sunak nach Großbritannien zurück, um ein Wahlkampfinterview im Fernsehen aufzuzeichnen.

Auf die Frage von Sky News, ob Sunak die Bedeutung der Gedenkveranstaltung verstanden habe oder ob sie ihm gleichgültig gewesen sei, antwortete Stride: "Diesem Mann liegt sehr viel an unserem Land. Und ich weiß das, weil ich ihn gut kenne." Stride betonte Sunaks Engagement und Patriotismus und fügte hinzu: "Er hat akzeptiert, dass ein Fehler gemacht wurde, und er hat sich unmissverständlich entschuldigt."

Der Politjournalist Trevor Phillips regte an, ob es nicht an der Zeit sei, dass Sunak seine gegenwärtige Position überdenkt, um potenzielle Mandatsverluste abzuwenden. "Wird er Sie in diese Wahl führen?", fragte Phillips. Stride antwortete bestimmt: "Absolut. Und von etwas anderem sollte auch gar nicht die Rede sein."

Die Konservativen sehen sich in aktuellen Umfragen mit deutlichem Abstand hinter der Labour-Partei konfrontiert. Der Wahlkampf des 44-jährigen Sunak war von mehreren Pannen gekennzeichnet. Besonders auffällig war die Ankündigung des Wahltermins, bei der Sunak ohne Schirm im strömenden Regen stand. Über das Wochenende beflügelte die parteiinterne Kritikerin, Ex-Kulturministerin Nadine Dorries, Spekulationen über eine mögliche Entmachtung Sunaks weiter.