Die Ölpreise schlossen die Woche mit einem bedeutenden Rückgang ab, da anhaltende Sorgen über eine schwache Nachfrage und ein hohes Angebot den Markt dominierten. Das Produzentenbündnis OPEC+ hat angesichts der trüben Aussichten eine geplante Produktionssteigerung verschoben.
Der West Texas Intermediate (WTI) notierte am Freitag unverändert nahe 69 US-Dollar pro Barrel, was einem Wochenverlust von fast 6 % entspricht. Der Brent-Preis fiel unter 73 US-Dollar. Laut einer Erklärung der OPEC wird die Erhöhung der Ölfördermenge um zwei Monate verschoben. Konkret bedeutet dies, dass die tägliche Fördermenge im Oktober und November nicht um 180.000 Barrel erhöht wird.
Seit Anfang Juli zeigt der Ölmarkt eine Abwärtsbewegung, getrieben von Nachfrageängsten führender Konsumenten wie China und Anzeichen eines steigenden Angebots außerhalb der OPEC. Auch die Terminkurven signalisieren eine Schwäche, da ihre bisher bullische Backwardation-Struktur merklich enger geworden ist.
Auch in den USA zeigen offizielle Daten einen Rückgang der kommerziellen Rohölvorräte um fast 7 Millionen Barrel in der vergangenen Woche, was den niedrigsten Stand seit etwa einem Jahr markiert.